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Projektionsgeschwindigkeit des Südfilm-Verleihs 1928

1928 veröffentlichte die Südfilm zu ausgewählten Filmen ihres Verleihprogramms in ihrem Werbeheft Südfilm-Journal Musikaufstellungen mit Angaben zur Vorführgeschwindigkeit. Diese Musikaufstellungen wurden auch durch die Filmmusik-Union vertrieben. Ab dem 1. April 1929 wurde das Format des Südfilm-Journals vom grossen Zeitungsformat auf das kleinere Magazin-Format umgestellt. Es erschienen jetzt keine Musikaufstellungen mehr. Nicht alle Musikaufstellungen enthielten Angaben zur Projektionsgeschwindigkeit. Wahrscheinlich waren inzwischen 28 Bilder/Sekunde für Filme der Südfilm allgemein üblich.
Die Original-Ausgaben des Südfilm-Journals durfte ich in der Bibliothek der deutschen Kinemathek Berlin einsehen. Für Unterstützung danke ich Cordula Döhrer.

Wenn ein Weib den Weg verliert (Café Electric)
Österreich 1927. Regie: Gustav Ucicky
Mit Willy Forst, Marlene Dietrich
Musikaufstellung: H. Worch
30 Bilder /Sekunde

Küsse, die töten (Verheimlichte Sünde) OT: Le baiser qui tue
Frankreich 1928. Regie: Jean Choux
Mit André Soral, Claude Harold
Musikaufstellung: Kapellmeister Alexander Schirmann
28 Bilder/Sekunde

Dorine und der Zufall
Musikaufstellung: Kapellmeister Alexander Schirmann
Österreich 1928.
Regie: Fritz Freisler
Mit Fay Marbé, Ernst Verebes,
28 Bilder/Sekunde

Saxophon Susie
D 1928. R: Karel Lamac
Mit Anny Ondra, Mary Parker
Musikaufstellung: Paul Dessau
28 Bilder/Sekunde

Die tolle Komtess
D 1928. R: Richard Löwenbein
Mit Dina Gralla, Tilla Garden
28 Bilder/Sekunde

Aus dem Tagebuch eines Junggesellen
D 1928. R: Erich Schönfelder
Mit Reinhold Schünzel, Iwa Wanja
Musikaufstellung: Paul Dessau
28 Bilder/Sekunde

 

 

Bericht der Allianz-Film vom 16. September 1952 für August/September 1952

I Film-Abschlüsse/Film-Umsatz

Der August-Umsatz hielt sich auf gleicher Höhe wie im Vormonat. Die in diesem Monat angelaufenen Filme Fanfan und Rashomon entwickeln sich zu sehr guten Geschäftsfilmen. Rashomon selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass er nur in bestimmten Wohnbezirken zur Vorführung kommen kann. Fanfan wird nach Auswertung in Berlin an erster Stelle der französischen Filme stehen (nach 1948). Die großen Geschäftsfilme des Monats waren in Berlin Fürst von Pappenheim, Der keusche Lebemann, Pension Schöller und Tausend rote Rosen.
Bemerkenswerten Uraufführungserfolg hatte der schwedische Film Sie tanzte nur einen Sommer, der 4 Wochen dem Delphi-Palast ein sehr gutes Geschäft brachte.
Premieren im Berichtsmonats
a) Eigene Filme
4.8. Rashomon CINEMA PARIS.
Großartige Presse, mit über einem Monat Laufzeit auch ein sehr gutes Geschäft. Die eine bisher im Besitz befindliche Kopie ist fest terminiert.
11.9. Toxi CAPITOL, Kfd.
Freundliche und wohlwollende Presse für den Film, der einen netten Start hatte und dessen Geschäft bisher sehr gut ist. Besonders harte Kritiker wie Luft z. B. lehnen den Film ab, weil Stemmle am Problem vorbeigeht. Ich habe gestern Herrn Luft bei einer Begegnung gesagt, dass, wenn Stemmle das Problem angefasst hätte, wir den Film wohl nach drei Tagen abgesetzt haben müssten.
Für Pallas-Film: 4.9. Das Mädchen mit dem Goldhelm CINEMA PARIS.
Großartiger französischer Film, sog. Sittenfilm, mit zum größten Teil hervorragender Presse. Einige Kritiker machten Einschränkungen wegen des Milieus. Die Klasse des Films ist unbestreitbar, das Geschäft bisher sehr gut.

b) Filme der Konkurrens
5.8. Urban-13m Der verbotene Christus KIKI.
Vor 1 Jahr war der Film eine der Sensationen der Filmfestspiele. Dieses Jahr Pause hat dem Film nicht gut getan. Er war weder geschäftlich noch pressmäßig ein Erfolg. Nachbesetzung keine.
8.8. Deutsche London-Film Das Wunder einer Stimme CAPITOL.
Unwichtige Angelegenheit, Import nicht verständlich.
8.8. RKO Pinocchio ASTOR.
Der schwächste der Walt Disney-Filme, 14 Tage annehmbares Geschäft mit der üblichen Nachbesetzung.
8.8. Rank-Film Verbrechen ohne Schuld Massenstart.
Ohne Bedeutung.
8.8. Karpat-Pilm 4 Schritte in die Wolken STUDIO.
Dieser Film war vor 5 Jahren eine filmische Sensation, heute überholt, gute Presse, geschäftlich aber ohne jeden Erfolg.
8.8. Cebe-Film Ich hatt‘ einen Kameraden Massenstart.
Das stand nicht. Der Film konnte sich nur in einigen Aussenbezirken auf dem Spielplan halten, sonst ohne Bedeutung.
8.8. Rank-Film Nacht ohne Sterne BONBONNIERE.
Ohne Bedeutung.
8.8. National Film Hinter Klostermauern FILMBÜHNE BERLIIN
14 Tage annehmbares Geschäft, dank des Katholikentages Großeinsatz mit Durchschnittsgeschäft.
8.8. Gloria-Film Fegefeuer der Liebe Massenstart.
Dieses Fegefeuer ging ins Auge,geschäftlich war der Film ebenfalls in allen Theatern miserabel
8.8. Centfox Die Piraten-Königin Massenstart.
Hundertmal dagewesen.
9.8. Deutsche London-Film Pension Schöller WALDBÜHNE mit anschließendem Einsatz FILM-BÜHNE WIEN.
Publikumserfolg, Film aber lange nicht von der Qualität. die erwartet wurde, zählt trotzdem im August und September zu den Spitzengeschäften in Berlin.
12.8. Columbia Sehnsucht nach Andalusien Massenstart.
Ein französischer Farbfilm – das kann nicht gutgehen. Ohne jeden Erfolg.
15.8. Warner Bros. Bis zum letzten Atemzug Massenstart.
Handwerklich guter Kriminalfilm, in den dafür fest vorgesehenen Theatern gutes Geschäft.
15.8. Adler-Film Gott braucht Menschen DELPHI-PALAST.
6 Tage sehr schlechtes Geschäft mit sehr schlechter Nachbesetzung für diesen großartigen Film, der an der Synchronisation gestorben ist. Der Film hat nicht einmal gutes Geschäft bei den Katholikentagen gebracht.
15.8. Universal-Film Zigeuner-Wildkatze Massenstart.
Unwichtige Angelegenheit.
15.8. Deutsche London-Film Denn sie sollen getröstet werden STUDIO.
Bemerkenswerter Import in Originalfassung mit deutschen Untertiteln; Film, der immer zum Einsatz kommen wird, wenn kirchliche Feiertage dazu den äußeren Anlass geben, sonst ohne geschäftliche Aussicht.
15.8. Matador-Film Der blonde Lockvogel BONBONNIERE.
Ohne Bedeutung.
15.8. Union-Film Kleiner Peter, grosse Sorgen Massenstart.
Ohne Bedeutung.
19.8. Siegel-Monopol-Film Das Tor zum Frieden CAPITOL.
Anlässlich der katholischen Festtage Großeinsatz dieses völlig danebengegangenen Films von Wolfgang Liebeneiner.
19.8. Panorama-Film Die Försterchristl KIKI.
Durchschnittspresse und nur Durchschnittsgeschäft. Auch in der Nachbesetzung ist merkwürdigerweise dieser westdeutsche Publikumserfolg in Berlin nicht angekommen.
19.8. Centfox David und Bathseba Massenstart.
Kitschig fotografierte Bibel, Film lag über ein Jahr, war aber dank der großen Propaganda für diesen Film in den 14 Tagen Einsatz in ca. 30 Berliner Theatern guter Erfolg.
22.8. Constantin-Film Der Tiger von Texas Massenstart.
Zigmal dagewesen.
22.8. Prisma-Film Der keusche Lebemann CAPITOL.
Gut aufgezogene Premiere mit allen Darstellern, freundliche Presse, gutes Geschäft, auch in der Nachbesetzung.
22.8. Constantin-Film Sie tanzte nur einen Sommer DELPHI-PALAST.
Überraschenderweise gefiel der F1m auch einem breiteren Publikum. Er stand 4 Wochen auf dem Spielplan des Delphi-Palastes und hatte in den ersten zehn Tagen tatsächliche Spitzenergebnisse. Es bleibt abzuwarten, wie der Film in den Bezirken ankommt.
22.8. Columbia-Film Der letzte Freubeuter Massenstart.
Nach altem Rezept, ohne Bedeutung.
28.8. Panorama-Film Das kann jedem passieren ASTOR.
Von Rühmann aus sehr gut durchgeführte Rolle, so dass man Hoffnung haben kann, dass dieser Schauspieler wiederkommen wird. Der Film an sich sehr billig und primitiv, an einem Geschäft wird nicht zu zweifeln sein. Im Astor blieb er 3 Wochen auf dem Spielplan.
28.8. Gloria-Film Tausend rote Rosen Messenstart.
Gegen diesen Film ist Die Diebin von Bagdad ein 8fach preiszukrönender Film, trotzdem haben die großen Starnamen zumindest in den Außenbezirken den Film in den ersten 40 Theatern zu einem Spitzengeschäft gebracht. Der Zweiteinsatz mit 32 Kopien verlief schon wesentlich ruhiger.

 

 

 

Bericht der Allianz-Film vom 12. Januar 1953 für Dezember 1952

Anmerkung:
Ich bitte Sie, bei allen amerikanischen Filmen – mit ganz wenigen Ausnahmen – von vornherein festzuhalten, dass diese nur noch gut eine Besetzung von 20-30 Theatern in ganz Berlin kommen. Die Bezeichnung „Durchschnittsgeschäft“ bezieht sich demzufolge nur auf die den Film zeigenden Theater.

I/II. Film-Abschlüsse/Film-Umsatz:
Der Dezember-Umsatz war, wie erwartet. gut, wenngleich auch ausgesprochen geschäftsstarke Filme über die Festtage nicht zum Einsatz kamen. Das größte Geschäft auch im Dezember war Heimweh nach Dir.
Die Spur führt nach Berlin erzielte meist überdurchschnittliche Ergebnisse. Durch den großen Kopieneinsatz (40 Stück) waren immerhin in 4 Wochen 80 Theater abgespielt. Das ist für Berliner Verhältnisse ein sehr gutes Ergebnis. Sehr enttäuscht hat der inzwischen von mir auch gesehene Film Haus des Lebens. Man kann hier nicht beurteilen, warum der Film nicht angekommen ist. Sauberer, gefälliger und menschlicher kann doch kaum noch ein Film gemacht werden. Den erwarteten Misserfolg brachte Türme des Schweigens. Entscheidung vor Morgengrauen erzielte gute Ergebnisse in gewissen Bezirken. Beim kleinen Publikum kam der Film jedoch nicht an. Im Januar und Februar wird das Spitzengeschäft dem französisch italienischen Film Don Camillo und Peppone“ gehören.

Premieren im Berichtsmonat:

  1. a) Eigene Filme
    25.12. Feuervogel STUDIO.

Nicht ganz klar durchgeführter schwedischer TanzFarbfilm, der zwischen einem Unterhaltungsfilm und anspruchsvollen Filmen wie Die roten Schuhe und Hoffmanns Erzählungen pendelt. Der Film erhielt Durchschnittskritiken, aber immer wurde das Ballett lobend hervorgehoben. Das Geschäft im Uraufführungstheater war in den 14 Tagen sehr gut. Wie der Film in den Bezirken ankommt, wird sich in diesen Tagen entscheiden. Der Film ist naiv genug gemacht, um auch einem kleineren Publikum zu gefallen. Das ist seine eigentliche Chance, denn als reiner Ballettfilm würde er sich beim großen Publikum nicht durchsetzen können. Die Farben entsprechen nur teilweise dem hohen Niveau, welches man von amerikanischen Filmen her gewohnt ist. Die hohe Klasse des Films Ein Amerikaner in Paris beweist eindeutig, wie weit das Ziel zu stecken ist, wenn man Filme wie Feuervogel oder andere Ballettfilme machen will.

b) Filme der Konkurrenz
1.12. Europa Lockende Sterne FILM-BÜHNS WIEN.
Der Film war im Uraufführunge-Theater kein Erfolg und war auch in der Nachbesetzung geschäftlich nur unter Durchschnitt.
2.12. Herzog 1. April 2000 KIKI.
Ein etwas verspielter Film von Liebeneiner, aber mit großen Mitteln hergestellt. Beim Uraufführungs-Theater ein Durchschnittsgeschäft. Kritiken freundlich, Geschäft in den Bezirkstheatern unterschiedlich,
5.12.Centfox Viva Zapata Massenstert.
Einer der besten Filme der Welt, mässig synchronisiert, durch völlig unverantwortlichen Massenstart Filmgeschäft vernichtet. Sehr realistischer Film mit hervorragender Presse, streckenweise mit Los Olvidados zu vergleichen.
5.12. Union Die Wirtin vom Wörthersee Massenstart.
Für Berlin überraschenderweise ein guter Geschäftsfilm, der in den Bezirken allgemein gut ankam.
5.12. Gloria Der Obersteiger CAPITOL.
Der Film, der in Süddeutschland gute Ziffern erreicht hat, konnte sich in Berlin nicht durchsetzen.
5.12. Schorcht Vater braucht eine Frau ASTOR.
Gefälliger Unterhaltungsfilm mit Dieter Borsche in der Hauptrolle. Durch großen Kopieneinsatz an den Festtagen auch zu einem guten Geschäft gekommen.
7.12. Herzog Das Land des Lächelns MARMORHAUS.
In der Zeit vom 7.-23.12. geschäftlich weit unter den Erwartungen. Uber die Festtage bis zum 3.1. Spitzengeschäft, dann so stark abfallend, dass der Film weit vor der Zeit herausgenommen werden musste. Kritiken miserabel.
12.12. Republic/Gloria Nayoka, die Herrin der Beduinen
Massenstart. Grauenvoller Film, in vielen Theatern nach dem 1.Spieltag abgesetzt, hat dem Ansehen dieser Firma in Berlin sehr geschadet. Kritiken, die nur teilweise erschienen sind, waren katastrophal.
12.12. Paramount Drei Fremdenlegionäre Massenstart.
Dünner Aufguss eines berühmten amerikanischen Stummfilms Blutsbrüderschaft. Mäßige Synchronisation konnte diesem auch schon 12 Jahre alten Film nur zu einem Durchschnittserfolg verhelfen. Derartige Filme bringen es im ganzen nur noch auf ungefähr 20-30 Besetzungen in Berlin (siehe Anmerkung).
12.12. Rank Wölfe in der Nacht FILMTHEATER BERLIN.
Sehr guter, fast dokumentarischer Film, der leider durch die Verstopfung nicht den Erfolg erzielen kann, der ihm zukommt.
12.12. Schorcht Olympia Helsinki DELPHI-PALAST AM Z00.
Unbegreiflich, einen derartigen Kulturfilm in einem so grossen Theater ins reguläre Programm zu geben. Das konnte nicht gut gehen. Der Film ist nur unter bestimmten Voraussetzungen an gewissen Plätzen im regulären Programm zu spielen, oder in Städten, in denen zufällig Olympia-Teilnehmer Deutschlands wohnhaft sind. Als Matinee-Film ist er als wertvolle Bereicherung zu begrüßen.
16.12. Europa Ich warte auf Dich FILMBÜHNE WIEN.
Gepflegter Durchschnittsfilm mit teilweise freundlicher Presse ohne Merkmale eines erfolgreichen Films. Auch an diesem Film wird leider Geld verloren werden.
16.12. Cebe Eva STUDIO.
Harter, realistischer Film, wie ihn die Schweden in den letzten Jahren verschiedene Male hergestellt haben. Der Film hat keine Chance und auch bis heute noch keine Nachbesetzung erhalten.
19.12. Gloria Ferien vom Ich DELPHI-PALAST AM 200.
Der erste Film der Hans Deppe-Produktion, klare Nachahmung seines ersten Erfolgsfilms in Farben. Sehr geschickt inszeniert und haargenau auf die deutsche Mentalität abgezielt. Der Film muss ein großes Geschäft bringen. In Berlin ist der Beweis durch das Uraufführungs-Theater und die Bezirks-Theater bereits erbracht.
19.12. MGM Scaramouche – der galante Marquis CAPITOL.
Sehr guter Abenteuer-Farbfilm mit Frauenliebling Steward Granger in der Hauptrolle. Sehr gutes Geschäft in den ersten 14 Tagen. Trotzdem ist zu bezweifeln, ob der Film in den Bezirkstheatern ankommt, weil ja leider – oder Gott sei Dank – die amerikanische Firma viel zu wenig Vorarbeit leistet.
23.12. RKO Alice im Wunderland ASTOR.
Traditionspremiere mit einem Walt Disney-Film. In diesem Theater über die festgesetzte Laufzeit großartiges Geschäft. Die Erfahrung zeigt aber, dass derartige Filme nur ein bestimmtes Publikum ansprechen, so dass ein Großerfolg auch von diesem Disney-Film nicht zu erwarten ist.
23.12. Deutsche London Wenn abends die Heide träumt Massenstart.
Film aus der berühmten Kiste, diesmal noch gut gegangen, allerdings ist der Film auch wesentlich besser als Wenn die Abendglocken läuten und Tausend rote Rosen blüh’n.
23.12. RKO Macao Massenstart.
Dank der schönen Formen von Jane Russell für ein bestimmtes Publikum attraktiv, dadurch in gewissen Bezirken überdurchschnittliches Geschäft (siehe Anmerkung).
25.12. Warner Bros. Casablanca Massenstart.
Gut gemachter amerikanischer Reisser mit Starbesetzung Ingrid Bergman, Humphrey Bogart und Peter Lorre. Großartiges Geschäft und teilweise gute Pressestimmen.
29.12. Rank Einmal am Rhein KURBEL.
Für Berlin indiskutabel, das ging schief.
29.12. Deutsche London Der fröhliche Weinberg FILM-BUHNE WIEN.
Da der Film keine reine Übertragung des Bühnenwerkes ist, musste er etwas enttäuschen, obwohl er sehr sauber gemacht ist. Das Geschäft war in diesem Theater nicht den Erwartungen entsprechend. Auch für die Bezirke wird kein überdurchschnittliches Geschäft erwartet.
30.12. Herzog Tanzende Steme KIKI.
Das ist Herrn Cziffra wieder geglückt. Der ganze Film ist sehr flüssig inszeniert, die Presse war diesmal beachtenswert freundlich. Großes Geschäft zu erwarten.

-5

 

 

 

Bericht der Allianz Film vom 30. September 1952 für September 1952

I/II.Film -Abschlüsse/Film-Umsatz
Obwohl die Erstaufführungs-Einsätze für die Filme Fanfan, der Husar und Toxi erst später liegen, zeigte der September-Umsatz bereits wieder ansteigende Tendenz. Das Filmgeschäft in Berlin ist auf Grund der verschiedenen Publikumsfilme als sehr gut zu bezeichnen. Der Masseneinsatz des Films Tausend rote Rosen mit 40 Kopien brachte den Theater in der 1. Welle großen Erfolg, in der 2.Welle geringeren und dann war dem Film kein Erfolg mehr beschieden. Pension Schöller erzielte durchweg gute Ergebnisse, ebenso Der Fürst von Pappenheim und Der keusche Lebemann. Gut eingeschlagen ist auch Försterchristl, jedoch hat er Spitzenergebnisse nur in einigen Theatern erzielt. Stärkste Wochenend-Ergebnisse: Sie tanzte nur einen Sommer, Pension Schöller, Fanfan, der Husar.

Premieren im Berichtemonat:
a) Eigene Filme
22.9. O.K.Nero CAPITOL, Kfd.
Sehr freundliche Aufnahme, bisher ausgesprochener Überraschungserfolg (nach den Erwartungen, die man in Westdeutschland an den Film geknüpft hat), freundliche Presse.

  1. b) Filme der Konkurrenz
    9. RKO Ein Satansweib Massenstart.
    Auch die Brust von Jane Russell konnte dem Film nicht zu einem Erfolg verhelfen. Alle Nachspieler ohne Bedeutung.

22.9. Rank-Film Alle kann ich nicht heiraten FILMTHEATER BERLIN.
So sympathisch die Leistungen von Hardy Krüger, Joachim Brennecke und Adrian Hoven sind, so unwichtig ist wiederum Sonja Zemann in diesem albernen kleinen Film. Durchschnittsgeschäft, Durchschnittspresse.
23.9. Paramount Polizeirevier 22 ASTOR.
Großartiger amerikanischer Film von seltener Eindringlichkeit, vorzügliche Regie, sehr gute schauspielerische Leistungen, hervorragende Presse, gutes Geschäft.
24.9. Herzog-Film Heimweh nach Dir MARMORHAUS.
Groß aufgezogene Starparade aller Plattenstars und Rundfunklieblinge. Wohlwollende Presse mit ironischen Seitenhieben auf R.A.Stemmle, sehr gutes Geschäft.
25.9. Universal-Film Rivalen am reissenden Strom Massenstart.
Der Titel sagt alles.
26.9. Centfox Kurier nach Triest DELPHI-PALAST AM 200.
Freundliche Presse. gutes Geschäft. Uber diesen Film folgen Einzelheiten demnächst. Zur Stunde noch nicht gesehen. 26.9. Warner Bros. Meuterei im Morgengrauen Massenstart.
Guter Kriminalfilm, Milieu Zuchthaus, oftmals da gewesen.

Bericht der Allianz-Film vom 5. Mai 1952 für April 1952

I/II. Film-Abschlüsse/ Film-Umsatz:
Dieser Monat war trotz des für uns ungünstigen Wetters geschäftlich unser drittstärkster Verleihmonat seit Bestehen der Allianz. Den Hauptanteil an dem Umsatz trägt der Film Nachts auf den Strassen und das Uraufführungseinspielergebnis Der bunte Traum. Der Erich Pommer-Film hätte zweifellos unseren zweitstärksten Erfolgsfilm Die Dritte von rechts schlagen können, wenn nicht die anormale Wetterlage dies verhinderte. Ohne weiteres aber wird Nachts auf den Strassen bei einem wohlvorbereiteten Zweiteinsatz im Juli den Abstand zwischen diesen und Die Dritte von rechts verringern.

Premieren im Berichtsmonat
a) Eigene Filme
4.4. Dr. Knock lässt bitten STUDIO.
Ein Film mit einer Paraderolle von Louis Jouvet, der ausgezeichnete Kritiken erhielt (sind Ihnen zugeschickt worden) und auch während der 14tägigen Laufzeit ein gutes Geschäft gebracht hat. Der Film wird in dafür geeigneten Filmtheatern auch in der Originalfassung weiterhin in Berlin auf dem Spielplan bleiben. Mit der Vorführung dieser Art Filme werden besondere die kulturell wichtigen Kreise in Berlin angesprochen und wir finden alle Unterstützung bei der Presse.
b) Filme der Konkurrenz
31.3. Europa-Film Das letzte Rezept FILM-BUHNE WIEN.
Sehr guter deutscher Film von der Klasse des Dr.Holl. Gutes Geschäft zu erwarten. Der Film konnte sich 4 Wochen auf dem Spielplan des Uraufführungs-Theaters halten und damit einen eindeutigen Erfolg erzielen. Durch die Wetterlage war auch bei diesem Film der Erstaufführungs-Einsatz am 2.5. geschäftlich enttäuschend.
1.4. MGM Heut‘ gehn wir bummeln KIKI.
Perfekter amerikanischer Revue-Film von absoluter Spitzenklasse, der auch geschäftlich das KIKI für die Laufzeit sehr stark machte. Durch die unwahrscheinliche Nachlässigkeit, mit der die MGM ihre Filme in Berlin herausbringt, hat der Film nicht den Erfolg erzielt, den er zweifellos verdient. Noch immer ist die Klasse derartiger Filme von deutscher Produktion nicht zu erreichen.
1.4. Siegel-Monopol-Film Grenzbanditen Massenstart.
Ersparen Sie mir einen Bericht.
4.4. Gloria-Film Dr. Fu-Man-Chu Massenstart.
Mit enormer Propaganda herausgebrachter Film, der an sich undiskutabel ist, geschäftlich jedoch in bestimmten Theatern sehr gut war.
4.4. Unitas Die Martinsklause FILMTHEATER BERLIN.
Gepflegter deutscher Unterhaltungsfilm, der Jedoch nicht für die norddeutschen Großstädte geeignet erscheint.
4.4. Union-Film In München steht ein Hofbräuhaus. Massenstart. Geschäftlich teilweise überraschender Film, trotzdem aber nur sehr mäßige Nachbesetzung.
4.4. Union-Film Maria Theresia CAPITOL.
Noch immer genügt der Name Paula Wessely, um einem Schmarren von Film einen gewissen Erfolg zu garantieren. Der Film war geschäftlich 14 Tage sehr gut und hat auch in den Erstaufführungs-Theatern durchaus gute Kassen erreichen können.
9.4. Paramount Reporter des Satans FILMTHEATER BERLIN. Hervorragender amerikanischer Film von Billy Wilder, der geschäftlich gesehen jedoch ohne große Aussicht für Deutschland sein wird. Die präzise und bis an die Grenze des Möglichen betriebene Realistik kann kaum bei der gesamtdeutschen Mentalität ankommen. Den Film aber zu sehen, ist unbedingt für Filmfachleute notwendig.
10.4. Europa-Film Mit Küchenbenutzung. KURBEL.
Unwichtige englische Importe ohne jede Geschäftsaussicht.
11.4. Union-Film Männer von Aran. Wiederaufführung STUDIO.
Ohne Bedeutung.
11.4. Schorcht-Film Der Gefangene von Zenda CAPITOL.
Selznick-Film, mindestens 15 Jahre alt, der weder geschäftlich noch pressemäßig einen Erfolg erreichen konnte. Nachbesetzung weniger als mäßig.
22.4. Prisma-Film Der Baron von Arizona Massenstart.
Auch ein älterer amerikanischer Ladenhüter, der nur in den dafür geeigneten Theater angekommen ist.
14.4. Universal-Film Die schwarzen Teufel von Bagdad Massenstart. Handfester amerikanischer Reisser, an sich aber Dutzendware. Geschäftlich gut.
12.4. RKO Dumbo, der fliegende Elefant. ASTOR.
Ein Film, den viele Leute für besser halten als Schneewittchen und Bambi. Geschäftlicher Erfolg jedoch nur mässig. Nachbesetzung ebenfalls, hervorragende Presse.
12.4. Siegel-Monopol Sittenpolizei greift ein BONBONNIERE.
Titel reichte aus, um dem Film für 14 Tage ein annehmbares Geschäft zu garantieren. Nachbesetzung unverdientermaßen in einigen Bezirken gut.
15.4. Centfox Alles über Eva MARMORHAUS.
Ein amerikanischer Film mit großen Vorschusslorbeeren versehen, ganz hervorragende Presse und gutes Geschäft. Der Film blieb 4 Wochen auf dem Spielplan vom MARMORHAUS.
15.4. Constantin-Film Hallo, Dienstmann DELPHI-PALAST. Der Film lief Ostersonnabend an und brachte dem Haus 10 Tage lang ein gutes Geschäft. Auch die Nachbesetzung ist gut.
15.4. MGM Der grosse Caruso KIKI.
Einer der größten und stärksten amerikanischen Geschäftsfilme entpuppte sich hier in Berlin als nicht annähernd so stark als verschiedene amerikanische Durchschnittsfilme. Aber auch hier trifft wieder zu, was für alle MGM-Filme zutreffend ist, dass überhaupt oder nur sehr wenig für die Filme getan wird. Theaterbesitzer könnten mit MGM-Filmen weit über das Normalmaß hinausgehende Erfolge erzielen, wenn sie selbst den amerikanischen Filmmarkt in entsprechenden Fachzeitungen studieren würden. Die MGM verliert in Deutschland jährlich Millionen von Mark. Was für ein Glück für die deutsche Filmindustrie, dass sie personell dermaßen schlecht besetzt ist.
17.4. Paramount 14 Jahre Sing-Sing Massenstart.
Ältere amerikanische Importe, auf die man verzichten könnte.
18.4. Herzog-Film Es geschehen noch Wunder Massenstart.
Ein leider verunglückter Film, der verhältnismäßig und unverdientermaßen noch in den Theatern Erfolg hatte, in denen kurz zuvor Nachts auf den Strassen eingesetzt war. Hildegard Knef hat durch diesen Film wiederum etwas gutzumachen. Geschäftlicher Erfolg keiner. Kritiken mäßig.
18.4. Constantin-Film So ein Theater Massenstart.
Völlig undiskutabler Film, der auch geschäftlich miserabel gegangen ist.
18.4. Columbia-Film Robin Hoods Vergeltung Massenstart.
Eintausendundeinmal dagewesen.
18.4. Columbia-Film Zwischen Mitternacht und Morgen KURBEL.
Nicht uninteressanter Kriminalfilm. Die Übersättigung des Publikums mit derartigen Filmen jedoch ist so weit vorgeschritten, dass auch die besseren Filme weit unter dem Wert laufen.
18.4. Europa-Film Weg der Hoffnung STUDIO.
Mehrfach preisgekrönter und anerkannter italienischer sog. neorealistischer Film. der geschäftlich eine Katastrophe war. Kaum Nachbesetzung und wenn, dann nur in einigen Fällen, wo Konkurrenz-Theater sich Das letzte Rezept sichern und diesen mitnehmen müssen.
22.4. Rank-Film Unterwelt Massenstart.
Auch dieser Film soll ein guter Kriminalfilm sein, der jedoch auch geschäftlich weit unter Durchschnitt lag. Presse gut.
22.4. Super-Film Rauschgift-Brigade DELPHI-PALAST.Ein Film, der 1 Jahr lang auf Eis lag und dadurch in der Machart überholt ist. Mäßiges Geschift, dank des Titels Jedoch noch zufriedenstellende Nachbesetzung.
25.4. Universal-Film Im Westen nichts Neues CAPITOL.
22 Jahre alte Reprise, allerdings neu synchronisiert, geschäftlich interessant, Presse hervorragend.
25.4. MGM Der Unglücksrabe STUDIO.
In einer nicht zu übertreffenden Synchronisation lockt Red Skelton seine Anhänger trotz der warmen Witterung in das STUDIO. Der Film ist voller Gags und bietet für 15 deutsche Lustspielfilme Platz. Im übrigen auch bei diesem MGM-Film die gleiche Feststellung: Es wird nichts getan.
25.4. Panorama-Film Ein ganz grosses Kind Massenstart.
Produzentenhoffnung erfüllte sich nicht. Der Film bestätigte das, was nachdenkende Filmwirtschaftler eigentlich wissen müssen: Georg Thomalla kann keinen Film tragen. Schlechte Kritiken, katastrophales Geschäft, und das überrascht in den Bezirkstheatern.
25.4. Centfox Der Dieb von Venedig Massenstart.
Amerikanische Dutzendware, aber immer noch überrascht handwerkliche Perfektion.
25.4. Centfox Varietéprinzessin FILMTHEATER BERLIN.
Infolge schlechter Synchronisation wurde der Film ein völliger Misserfolg und musste nach wenigen Tagen abgesetzt werden. Auch die Nachbesetzung ist mäßig und das Geschäft schlecht.
25.4. Columbia X Massenstart.
Großer Irrtum von Herrn Nebenzahl. Seine Zweitauflage, die übrigens Herrn Zobel angeboten werden sollte (ich hatte den Film vor Jahresfrist gesehen und ihn dem Deutschland-Repräsentanten gegenüber bereits abgelehnt), war völlig unzureichend und auch geschäftlich keinesfalls auch nur annähernd zufriedenstellend.
28.4. Rank-Film Hotel Sahara FILM-BÜHNE WIEN.
Reizend gemachter englischer Film, sehr gut synchronisiert, Film müsste eigentlich bei sehr individueller Propaganda Großgeschäft werden können. In Berlin war die Propaganda bestens vorbereitet, und die FILM-BÜHNE WIEN gleicht tatsächlich einem orientalischen Hotel. Der Film erhielt hervorragende Kritiken und Beweis bis jetzt: Sehr gutes Geschäft.
29.4. Herzog-Film Der schweigende Mund CINEMA PARIS.
Der Film wurde sehr umstritten aufgenommen. Zum ersten Mal gab es auch in diesem Theater Pfiffe und Gelächter. Trotzdem ist der Film nicht so schlecht, wie bereits die Mundpropaganda ihn haben will. Dramaturgisch sind aber einige grobe Schnitzer drin, die bei einem pfiffigen Großstadtpublikum nicht durchgehen können. Sehr gute schauspielerische Leistungen von Homolka, G.Uhlen und Curd Jürgens.

 

 

Bericht vom 4. März 1952 für Februar 1952

I/II Film-Abschlüsse/Film-Umsatz:
Der Februar-Umsatz besteht vor allen Dingen aus Einspielergebnissen, die für den Film Messalina erzielt worden sind, Im allgemeinen war der Februar in Berlin ein schwacher Monat, bedingt durch eine Fülle von Bällen und eine Aufgeschlossenheit für karnevalistische Veranstaltungen. wie sie in diesem Umfang in Berlin bisher nicht üblich gewesen sind.
Auf den Spielplänen der Uraufführungs-Theater behaupteten sich Das Haus in Montevideo, 12 Wochen Marmorhaus und David O. Selznick’s Rebecca. 5 Wochen im Capitol, Kfd.

Premieren im Berichtsmonats
a) Eigene Filme
18.2. Nachts auf den Strassen MARMORHAUS
Die Premiere dieses Films war ein großer Erfolg, der in allen Zeitungen gewürdigt wurde. Da Herr Zobel zu diesem Start persönlich anwesend war, erübrigt sich wohl ein umfangreicherer Bericht.Nachfrage sehr gut, Spitzenumsatz zu erwarten.
Für Pallas-Film:
7.2. Hafenbar von Marseille CINEMA PARSI.
Gute Kritiken für einen gepflegten französischen Unterhaltungsfilm, der nicht zur Spitzenklasse gehört und der 3 Wochen lang ein Überdurchschnittsgeschäft im CINEMA PARIS erbrachte.
12.2. Pariser Nächte DELPHI-PALAST AM ZOO.
Mäßige Kritiken für diesen sehr anspruchslosen Film. Besseres Durchschnittsgeschäft im DELPHI, jedoch stärkere Nachfrage bei den Theaterbesitzern in den Bezirken. Erste Ergebnisse in diesen zufriedenstellend.
26.2. Ohne Angabe der Adresse CINEMA PARIS.
Ganz großer Erfolg bei Presse und Publikum. Am Kurfürstendamm z.Zt. der gefragteste Film.

b) Filme der Konkurrenz
1.2. Paramount Wiederaufführung Shanghai-Express KURBEL.
Kein Erfolg.
1.2. Union-Film Der fidele Bauer Massenstart.
Gutes Geschäft mit wohlwollender Presse
1.2. Schorcht-Film Rebecca CAPITOL, Kfd.
Überraschend gute Aufnahme, bei Presse wohlwollend, Geschäft in den ersten 14 Tagen sensationell.
1.2. RKO Weisses Gift FILMTHEATER BERLIN.
Der Film, der in Westdeutschland Spitzenergebnisse erzielte, war auch hier ein guter Erfolg. Presse gut, Geschäft hervorragend.
1.2. Warner Bros. Verschwörung im Nordexpress Massenstart.
Ausgezeichneter Kriminalfilm von Hitchcock, von dem an diesem Tage Weisses Gift und Rebecca uraufgeführt wurde.
1.2. RKO Tarzan in Gefahr Massenstart.
Ironische Presse, in geeigneten Theatern geschäftlich erfolgreich.
5.2. MGM Das Schicksal der Irene Forsyte. KIKI.
Millionenschwerer amerikanischer Film, dem leider ein Geschäftserfolg nicht beschieden war. Nachfrage der Erstaufführungs-Theater nur genügend, Presse wohlwollend.
8.2. MGM Schicksal in Wien FILMBÜHNE WIEN.
Lange erwarteter, mit großen Hoffnungen begleiteter Film, der geschäftlich völlig danebenging und eine der größten Sensationen auf dem Filmmarkt darstellen dürfte. Die Hauptschuld trägt vermutlich die Veränderung des Titels, der vorher „Die rote Donau“ lautete und unter diesem Titel viel zugkräftiger gewesen wäre.
12.2. Europa-Film Gefangene Seele ASTOR.
Völlig abgelehnter deutscher Film, geschäftlich totaler Misserfolg. Nachbesetzung kaum vorhanden.
15.2. Centfox Eine Welt zu Füssen STUDIO.
Konversations-Lustspiel von der Art, die, übertragen ins Deutsche, überhaupt nicht ankommen. Geschäftlich ohne Bedeutung.
15.2. RKO Auf des Messers Schneide BONBONNIERE.
Guter Film, ohne jede Sorgfalt herausgebracht, geschäftlich ohne Bedeutung.
15.2. Columbia Blutfehde Massenstart.
In den letzten 3 Jahren einige hundertmal dagewesen, kann nur noch lächerlich aufgenommen werden.
15.2. Universal Im Lande der Comanchen Massenstart.
Amerikanischer drittklassiger Film.
19.2. United Artists/Constantin Zwischen Frauen und Seilen KURBEL.
Atmosphärisch sehr gut gelungener Film, ohne bemerkenswerten geschäftlichen Erfolg.
19.2. National-Film Gift im Zoo ASTOR.
Mit großen Vorschusslorbeeren versehener Film, der in Berlin trotz wohlwollender und guter Presse nicht entsprechend ankam. Verständlich, da am Tage zuvor mit Rasanz Nachts auf den Strassen anlief.
20.2. MGM Ein Geschenk des Himmels KIKI
Bezaubernder, ganz hervorragender Film, Musterbeispiel für perfekteste Regie- und Darstellerarbeit. Unübertrefflich, und ich wiederhole: Ansehen, ansehen, ansehen und anhören die Synchronisation! Sie ist einmalig und verdient alle Beachtung (in Berlin synchronisiert!) Ich denke dabei an „O key Nero“[?].
22.2. Deutsche London-Film Primanerinnen FILM-BÜHNE WIEN.
Positive Kritiken, Film kam jedoch nicht so an. Geschäftlich weit unter Durchschnitt (Konto Nachts auf den Strassen[?]).
22.2. Super-Film Der Weibsteufel CAPITOL Kfd..
Wenngleich dieser Wolfgang Liebeneiner-Film nicht enttäuschte, muss man sich fragen, weshalb ein Produzent heute eine derartig verstaubte Vorlage wie Karl Schönherr’s Drama verfilmt. Die Darstellung von Hilde Krahl ist ausgezeichnet, und auch Bruno Hübner, der einer der besten deutschen Bühnenschauspieler ist, ist ganz hervorragend. Trotzdem lässt der Film unbefriedigt, weil es schließlich nur ein 3-Personenstück ist. Einen geschäftlichen Erfolg kann dieser Film nicht erzielen, schon darum nicht, weil vorwiegend Dialekt gesprochen wird.
27.2. Paramount Samson und Delilah DELPHI-PALAST AM ZOO
„Cecil de Mille’s Meisterwerk“ lauteten die Ankündigungen für diesen Monstre-Film der amerikanischen Produktion. Die Kritiken waren wesentlich schlechter als bei Messalina, doch ist der Film immerhin farbig und es geschieht sehr viel in ihm, so dass dem großen und anspruchslosen Publikum genug Unterhaltung gegeben wird. Merkwürdigerweise ist dieser Film in Frankreich der größte amerikanische Filmerfolg nach Vom Winde verweht. Es scheint nichts auszumachen, dass der Film während der Vorstellung durch Lachen unterbrochen worden ist. Berlins Theaterbesitzer sind jedoch noch abwartend.
29.2. Gloria-Film Rio Grande Massenstart.
Perfekter amerikanischer Wildwester mit nationalem Ethos. Das berühmte Nord-Süd-Thema – in bestem Sinne – filmisch gestaltet von John Ford (Duell in der Sonne [Regisseur von Duell in der Sonne war King Vidor]). Sehr gutes Geschäft, sehr gute Presse.
29.2. RKO Das Doppelleben des Herrn Mitty FILMTHEATER BERLIN.
Wieder herhören und genau lesen. Perfekteste Synchronisation (wiederum in Berlin). Der Hauptdarsteller Danny Kaye von Georg Thomalla gesprochen, der als Synchronsprecher tatsächlich – auch nach Meinung der besten Kritiker – Meisterleistungen vollbringt.
29.2. Veit-Film Blaue Jacken Massenstart.
Dem Film geht aus Westdeutschland ein bemerkenswerter Ruf als Geschäftsfilm voraus. Auch hier in Berlin, wenn von der Presse auch ironisch aufgenommen, sehr gutes Geschäft.

 

 

Index der Filme 1950

Bei Filmen aus Deutschland wird das Land nicht genannt. Alle Originaltitel wurden sorgfältig recherchiert; trotzdem kann es zu Fehlern gekommen sein. Bei einigen wenigen Filmen konnte der Originaltitel nicht festgestellt werden.

3 Cowboys und 1 Mädel. Aus der Monogram-Reihe der Range Busters. Vermutlich zwei Filme, die für die BRD zu einem zusammengeschnitten wurden. 10/50
3 Musketiere, Die (The Three Musketeers) USA 1948. R: George Sidney 08, 10/50
4 Federn (The Four feathers) UK 1939. R: Zoltan Korda 08/50
13 unter einem Hut. 1950. R: Johannes Meyer 02/50
1001 Nacht (A Thousand and One Nights) USA 1945. R: Alfred Green 09/50

Abbott und Costello auf Glatteis (Hit the Ice). USA 1943. R: Charles Lamont 10/50
Die Abenteuer des Marco Polo (The adventures of Marco Polo) USA 1937. R: Archie Mayo 12/50
Abenteuer im Harem (Lost in a Harem). USA 1944. R: Charles Reisner 11/50
Abenteuer im Wilden Westen (The Dude Goes West) US 1948. R: Kurt Neumann 2/50
Absender unbekannt. 1950. R: Akos von Rathony 2/50
Achtung! Atomspione (Walk a cooked mile). USA 1948. R: Gordon Douglas 11/50
Adam und Evelyne (Adam and Evelyne). UK 1949. R: Harold French. 1/50
Alarm in San Juano (Cargaison Clandestine. F 1947. R: Alfred Rode 9/50
Alles aus Liebe. 1943.R: Hubert Marischka 2/50
Alles für die Firma. 1935. R: Rudolf Meinert 08/50
Altes Herz wird wieder jung. 1943. R: Erich Engel 08/50
Angeklagte hat das Wort, Der. Au 1948. R: Hans Thimig 08/50
Asphalt-Dschungel (Aspalt Jungle) USA 1950. R: John Huston 10/50
Atomspione (Walk a Crooked Mile). USA 1948. R: Gordon Douglas 11/50
Auf der Alm da gibt’s koa Sünd’ . BRD/AU 1950. R: Franz Antel 12/50
Auftrag Höglers, Der. 1950. R: Gustav von Wangenheim 1/50
Autobanditen siehe Im Namen des Volkes 08/1950

badende Venus, Die (Bathing Beauty). USA 1944. R: George Sidney 08, 09/50
Bagnosträfling, Der. 1949. R: Gustav Fröhlich 2/50
Bambi. USA 1942. R: James Algar, Samuel Armstrong 12/50
Befehl des Gewissens (The Fugitive). USA 1947. R: John Ford 08/50
Belvedere räumt auf (Sitting Pretty) USA. Regie: Walter Lang 1/50
Bengali (The Lives of a Bengali Lancer). USA 1935. R: Henry Hathaway 10/50
Besuch zur Nacht (Divorce of Lady X). UK 1938. R: Tim Whelan 12/50
Bete humaine, La. F 1938. R: Jean Renoir 1/50
Bettelstudent, Der. 1936. R: Georg Jacoby 12/50
Blaubart. F, Ch, BRD 1951. R: Christian-Jacque 10/50
Blaue Lagune, Die (The Blue Lagoob) UK 1949. R: Frank Lauder 9/50
Blaue Lampe, Die (The blue Lamp). UK 1950. R: Basil Dearden 12/50
blonde Tiger, Der (Too Late for Tears). USA 1949. R: Byron Haskin 12/50
Braut des Maharadscha (Song of India). USA 1949. R: Albert S. Rogell 8/50
Broadway Melodie 1950 (Ziegfeld Follies). USA 1949. R: Vincente Minelli 12/50

Carioca (That Night in Rio) USA 1941. R: Irving Cummings 12/50
Carnet de Bal, Un. F 1937. R: Julien Duvivier 2/50
Cordula. Au 1950. R: Gustav Ucicky 12/50

Dämon Geld (Apenas un delincuente). Argentinien 1949. R: Hugo Fregonese 08/50
Dämon Uran (Operation X) UK 1950. Gregory Ratoff 11/50
Das gibt es nur in Texas (Texas Trouble Shooters). USA 1942. R: S. Roy Luby 9/50
Der Theodor im Fussballtor. 1950. R: E.W. Emo 8, 9/50
Des anderen Weib (La femme du boulanger). F 1938. R: Marcel Pagnol. 9/50
Des Teufels Pilot (Chain Lightning). USA 1959. R: Stuart Heisler 10/50
Dick und Doof als Studenten (Chump at Oxford) USA1940. R: Alfred Goulding 12/50
Dieb von Bagdad, Der (The Thief of Bagdad) UK 1940. R: Ludwig Berger, Michael Powell 08, 09/50
Drei Mädchen spinnen. 1950. R: Carl Froelich 10/50
Drei Männer aus Texas (Three Men from Texas). USA 1940.R: Lesley Selander 1/50
drei Musketiere, Die (The three Musketeers) USA 1948. R: George Sidney 8, 10/50
dritte Mann, Der (The Third man) UK 1949. R: Carol Reed 12/49 – 1, 2, 8, 12/50
Dritte von rechts, Die. 1950. R: Geza von Cziffra 11, 12/50
Dschungelbuch (Jungle book) UK 1942. R: Zoltan Korda 12/49, 8/50
Du bist Musik für mich [früherer Titel: Liebe nach Noten]. 1947. R: Geza von Cziffra 12/1950

Ehekomödie. (That Uncertain Feeling) US 1941. R: Ernst Lubitsch 1/50
Entre onze heures et minuit. F 1949. R:Henri Decoin 1/50
Epilog. 1950. R: Helmut Käutner 08, 09, 10, 11/50
Eroica. Au 1949. R: Walter Kolm-Veltée 1/50
Erpressung (Blackmail) USA 1939. R: H.C. Potter 1/50
Ewiges Rom im Heiligen Jahr. (The Holy Year at the Vatican) USA 1950. R: Anthony Muto, Jean Pages. [Dokumentarfilm] 11/50

Fall Rabanser, Der. 1950. R: Kurt Hoffmann 9/50
Femme du boulanger, La. F 1938. R: Marcel Pagnol. 1/50 siehe auch Des anderen Weib
Fidele Tankstelle, Die. 1950. R: Joe Stöckel 12/50
Fledermaus, Die 1945. R: Géza von Bolváry 1, 2/50
Flitterwochen mit Hindernissen (Tell It to the Judge). USA 1949. R: Norman Foster 11/50
Föhn. 1950. R: Rolf Hansen 8, 11/50
Francis. USA 1950. R: Arthur Lubin 11/50
Frauenarzt Dr. Prätorius. 1950. R: Curt Goetz 2, 12/50
Frauenherz vergisst nie, Ein (Lydia). UK 1941. R: Julien Duvivier 2/50
Frau ohne Gewissen (Double Indemnity) USA 1948. R: Billy Wilder 12/50
Frau wie Du, Eine. 1939. R: Viktor Tourjansky 08/50
Fräulein und der Vagabund, Das. 1949. R: Albert Benitz 1/50
Fregola. 1948. R: Harald Fröggeling 08/50
Freitag, der 13. 1949. R: Erich Engels 2/50
Frühjahrsparade. 1934. R: Géza von Bolváry 2/50

Gabriela. 1950. R: Géza von Cziffra 08, 09, 12/1950
Gangster der Prairie (Station West). USA 1948. R: Sidney Lanfield 10/50
Gefährliche Gäste. 1949. R: Géza von Cziffra 2/50
Gefährliche Liebe (Rage in Heaven) US 1941. R: W.S. Van Dyke) 2/50
Gefahr in Frisco (Thieves’ Highway) USA 1949. R: Jules Dassin 12/50
Geheimagent T (T-Men). USA 1947. R: Anthony Mann 9, 11/50
Geliebter Lügner. 1950. R: Hans Schweikart 1/50
Gentleman Cowboy (Sunset Train). USA 1938. R: Lesley Salander 12/50
George bricht alle Rekorde (No Limit). UK 1935. R: Monty Banks 12/50
Gesetz der Wildnis (Law of the Wild). US 1934. R: B. Reeves Eason 1/50
Gesucht wird Majora. 1949. R: Hermann Pfeiffer 1/50
Gilda. US 1946. R: Charles Vidor 2/50
Goldschmuggel nach Virginia (Virginia City). USA 1940. R: Michael Curtiz 9/50
[Die] grosse Freiheit [Nr. 7]. 1944. R: Helmut Käutner 8/50
große Walzer, Der, (The Great Waltz). US 1938. R: Julien Duvivier 1/50
Gullivers Reisen (Gulliver’s Travels) USA 1939. R: Dave Fleischer 1/50
Gute Erde, Die (The good earth) US 1937. R: Sidney Franklin 2/50

Hafenmelodie. 1950. R: Hans Müller 1/50
Hauptmann von Köpenick, Der. 1931. R: Richard Oswald 08, 09/50
Haus der Sehnsucht (Give Us This Day). UK 1949. R: Edward Dmytryk 11/50
Heilige unter Sünderinnen, Eine (Au royaume des cieux). F 1949. R: Julien Duvivier 8/50
Herrliche Zeiten. 1950. R: Erik Ode, Günther Neumann 8/50
Herz muss schweigen, Das. 1944. R: Gustav Ucicky 9/50
Herzen in Flammen (Manpower). US 1942. R: Raoul Walsh 12/1949
Hochzeit mit Erika.1950. R: Eduard von Borsody 8/50
Hochzeitsnacht im Paradies. 1950. R: Geza von Bolvary 12/50
Höllenfahrt nach Santa Fé (Stagecoach). USA 1939. R: John Ford 10/50
Hölle von Oklahoma, Die (In Old Oklahoma). USA 1943. R: Albert S. Rogell 8/50

Ich mach‘ Dich glücklich. 1949. R: Alexander von Slatinay 1/1950
Im Namen des Volkes. 1939. R: Erich Engels 8/50
Im Taumel der Weltstadt (City of Conquest). USA 1940. R: Anatole Litvak 10/50
In den Klauen der Borgia (Prince of Foxes). USA 1949. R: Henry King 8/50
Insel ohne Moral. 1950. R: Volker von Collande 11/50

Ja, ja die Liebe [früherer Titel Die vier Gesellen] 1938. R: Carl Froelich 12/50
Jagd auf Dillinger (Dillinger) USA 1945. R: Max Nosseck 11/50
Jetzt schlägt’s 13. Au 1950. R: E.W. Emo 10/1950
Johanna von Orleans (Joan of Arc). USA 1948. R: Victor Fleming 10/50
Julia benimmt sich schlecht (Julia Misbehavers). USA 1948. R: Jack Conway 1/50
Jungfräuliche Liebe (The Constant Nymph). USA 1943. R: Edmund Goulding 8/50

Kätchen für Alles. 1949. R: Akos von Rathony 2/50
Kahn der fröhlichen Leute, Der. 1950. R: Hans Heinrich 2/50
Kartause von Parma, Die (Le chartreuse de Parme). F 1948. R: Christian-Jaque 1/1950
Kind der Donau. Au 1950. R: Georg Jacoby 8/50
Kinder des Olymp. (Les enfants du paradis). F 1945. R: Marcel Carné 10/50
Kleines Herz in Not (The Fallen Idol). UK 1948, R: Carol Reed 1/50
König der Nassauer (Le roi des resquilleurs). F 1945. R: Jean Devaivre 1/50
König für eine Nacht. 1950. R: Paul May 12/50
Kreuzweg einer Liebe (Kärlekens kors). Filnland 1946. R. Teuvo Tulio 10/50
Kuckucksei, Das. Au 1949. R: Walter Firner 12/50

Leben wie ein Millionär (It Happened on Fifth Avenue) USA 1947. R: Roy del Ruth 12/50
Leichte Kavallerie. 1935. R: Werner Hochbaum. 11/50
Liebe auf Eis. 1950. R: Kurt Meisel 8/50
Liebe in der Wildnis (Dakota). USA 1945. R: Joseph Kane 12/50
Liebe in Fesseln (Cass Timberlane) USA 1947. R: George Sidney 11/50
Liebe unseres Lebens, Die (This Love of Ours). USA 1945. R: William Dieterle 9/50
Lied des Orients (Song of Scheherazade) USA 1947.R: Walter Reisch 10/50
Louisiana Story. US 1948. R: Robert Flaherty 2/50
Lüge, Die. 1950. R: Gustav Fröhlich 9/50

Madonna in Ketten. 1949.R: Gerhard Lamprecht 2/50
Mädchen aus der Südsee, Das. R: Hans Müller 10/50
Mädchen mit Beziehungen. 1950. R: Ákos Ráthonyi 09, 10, 11/50
Mann, der sich selber sucht, Der. 1950. R: Géza von Cziffra 08, 09/50
Mann, der zweimal leben wollte, Der. 1950. R: Viktor Tourjanski 12/50
Mann ihrer Träume, Der (Young Man with a Horn). USA 1949. R: Michael Curtiz 10/50
Mann vom Eiffelturm, Der (The Man from the Eiffel Tower). USA 1948. R: H. Jacquillard 12/50
Manon. F 1949. R: Henri-Georges Clouzot. 8, 10, 12/1950
Mein Mann, der Cowboy ( The Cowboy and the Lady). USA 1938. R: H.C. Potter 8/50
Meisterdieb von Paris, Der (The Spider and the Fly). UK 1949. R: Robert Hamer 9/50
Melodie des Schicksals. 1950. R: Hans Schweikart 12/50
Mississippi-Express (Rock Island Trail).USA 1950. R: Joseph Kane 12/50
Mit Pinsel und Degen ( Beaucaire).US 1946. R: George Marshall 2/50
Monsieur Vincent. F 1947. R: Maurice Cloche 8/50
Mordprozess Dr. Jordan. 1949. R: Erich Engels 12/1949
Morgen gehört uns, Der (And Now Tomorrow). USA 1944. R: Irving Pichel 9/50

Nacht hat tausend Augen, Die (Night has a thousand eyes) US 1948. R. john Farrow 12/49
Nacht im Separée. 1950. R: Hans Deppe 1, 2/50
Nacht ohne Sünde, Die. 1950. R: Karl Georg Külb 12/50
Nacht vor der Hochzeit, Die (The Philadelphia Story). US 1940. R: George Cukor 2/50
Nachtwache. 1949. R: Harald Braun. 1, 2/1950
Narcisse, der unfreiwillige Flieger. (Narcisse) F 1940. R: Ayres d’Aguiar 12/50
Ninotchka. USA 1939. R: Ernst Lubitsch 8/50

Orphée. F 1950. R: Jean Cocteau 10/50
Otto, zieh‘ die Bremse an (Oh, Mr. Porter). UK 1937. R: Marcel Varnel 8/50

Panik um King Kong (Mighty Joe Young). USA 1949. R: Ernst B. Schoedsack. 9/50
Paris um Mitternacht (So Long at the Fair) UK 1950. R: Terence Fisher 12/50
Peter Voss, der Millionendieb. 1946. R: Karl Anton 8/50
Pikanterie. 1950. R: Alfred Braun 12/50
Posaunist, Der. 1949. R: Carl Boese 2/50
Postmeister, Der.1940. R: Gustav Ucicky 8/50
Privatleben des Don Juan, Das (The Private Life of Don Juan). 1934. R: Alexander Korda 8/50

Rache ohne Gnade (Fury at Furnace Creek). USA 1948. R: Bruce Humberstone 11/50
Rasputin (Raspoutine). F 1938. R: Marcel L’Herbier 12/50
Reigen, Der (La Ronde). F 1950. R: May Ophüls 12/50
Reiter gegen Tod und Teufel (Boot Hill Bandits). USA 1942. R: S. Roy Luby 12/50
Rivalin, Die (Madness of the heart). UK 1949. R: Charles Bennett 10/50
Rom In Flammen (L’Apocalisse). I 1947. R: Giuseppe Mario Scotese. 1/50
Rote Lola, Die (Stage Fright). UK 1950. R: Alfred Hitchcock 09/50
rote Schlucht, Die (Red Canyon). USA 1949. R: George Sherman 12/50
Rote Signale (Le signal rouge). F 1949. R: Ernst Neubach 11/50
Ruf an das Gewissen. 1950. R: Karl Anton 2/50

San Francisko-Lilly (Flame of Barbary Coast) USA 1945. R: Joseph Kane 10/50
Savoy Hotel 217. 1936. R: Gustav Ucicky 12/50
Schatten des Herrn Monitor, Der. 1950. R: Eugen York 09, 10, 11/50
Schatztruhe, Die. Au 1948. R: Carl Kurzmayer 2/50
Schneewittchen (Snow White and the Seven Dwarfs). US 1937. R: David Hand u.a. 2/50
Schrecken von Texas (Return oft he Bad Men). USA 1948. R: Ray Enright 11/50
Schrei der Großstadt (Cry oft he City). USA 1948. R: Robert Siodmak 10/50
Schritte ohne Spur – [der Film lief früher unter dem Titel „Schritte in der Nacht“] (He walked by Night). USA 1948. R: Alfred Werker 9, 11/50
Schwarze Diamanten (How Green Was My Valley). USA 1941. R: John Ford. 08/50
Schwarze Natter, Die (Dark Passage) USA 1947. R: Delmer Daves 09/50
Schwarzwaldmädel. 1950.R: Hans Deppe 08, 09, 12/50
Seelenbräu, Der. Au 1950. R: Gustav Ucicky 11/50
Sein Engel mit den 2 Pistolen (The Paleface). USA 1948. R Norman Z. McLeod 10/50
Sensation im Savoy Hotel. 1950. R: Eduard von Borsody 10/50
Sensationen für Millionen (Sensations of 1945). USA 1944. R: Andrew L. Stone 9/50
Sindbad, der Seefahrer (Sinbad, the Sailor). USA 1947. R: Richard Wallace 9/50
Singoalla – die Zigeunerin (Singoalla) F/Sw 1949. R: Christian-Jacque 11/50
Skandal in der Botschaft. 1950. R: Erik Ode 12/50
So beginnt ein Leben (Vi vil Ha’ Et Barn) DK 1949. R: Alice O’Fredericks, Lars Lauritzen 09/50
Solange ein Herz schlägt (Mildred Pierce) USA 1945. R: Michael Curtiz 11/50
Spielhölle von Macao, Die (Macao, l’enfer du jeu) F 1942. R: Jean Delannoy 09/50
Spionage in Fernost (Blood on the Sun)USA 1945. R: Frank Lloyd 10/50
Staatsgeheimnis (State Secret) UK 1950. R: Sidney Gilliat 08, 09/50
Stadt ohne Maske (The naked city). USA 1948. R: Jules Dassin 11/50
Stern vom Broadway (Look for the Silver Lining) USA 1949. R: David Butler 12/50
Stern von Rio. 1940. R: Karl Anton 8/50
Sterne lügen nicht, Die. 1950. R: Jürgen von Alten 12/50
Sträfling 3312 (They Made Me a Fugitive). UK 1947. R: Alberto Calvacanti 8/50
Strasse ohne Namen (The Street with No Name). USA 1948. R: William Keighley 8/50
Sturm über Arizona (Arizona Whirlwind) USA 1947. R: Robert Tansey 9/50
Symphonie einer Weltstadt. 1950. R: Leo de Laforgue 10/50

Tarzans Abenteuer in New York (Tarzans New York Adventure) US 1942. R: Richard Thorpe 12/49, 1/50
Tarzan und die Amazonen (Tarzan and the Amazons). US 1945. R: Kurt Neumann 1/50
Tarzan wird gejagt (Tarzan and the Huntress). USA 1947. R: Kurt Neumann 12/50
Tarzans Abenteuer in New York (Tarzan’s New York Adventure). US 1942. R: Richard Thorpe 1/1950
Todesfalle von Chicago (Chicao Deadline). USA 1949. R: Lewis Allen 10/50
Todeskarawane (Doomed Caravan). USA 1941. R: Lesley Selander 11/50
Todeskuss, Der (Kiss of Death). USA 1947. R: Henry Hathaway 12/50
Tödliches Geheimnis (Mine Own Executioner). UK 1947, R: Anthony Kimmins 2/50
Tolle Miss, Die (Mademoiselle s’amuse). F 1948. R: Jean Boyer 1/50
toller Bursche, Ein (Honky Tonk). US 1941. R: Jack Conway 2/50
Traumulus.1936. R: Carl Froehlich 8/50
Treffpunkt Quartier Latin (Rendez-vous de juillet).F 1949. R: Jacques Becker 10/50
Treppe, Die. 1950. R: Alfred Braun 11/50
Tulsa. USA 1949. R: Stuart Heisler 09/50

Unbekannte Geliebte, Der (Undercurrent). US 1946; R: Vincente Minelli 2/50
Unruhiges Blut (Blanche Fury). UK 1948. R: Marc Allégret 2/50
Unter der roten Robe (Under the Red Robe). UK/USA 1937. R: Viktor Sjöström 11/50
Untergang von Pompeji (The Last Days of Pompeii). US 1935. R: Ernest B. Schoedsack, Merian C. Cooper 1/50
Unter schwarzer Flagge (Captain Kidd). USA 1945. R: Rowland Lee 11/50

Venus im Auto (Tous les chemins mènent à Rome). F 1949. R: Jean Boyer 8/50
Verlorene Jugend (Gioventu perduta). I 1948. R: Pietro Germi) 8/50
Der Verrat des Surat Khan (The Charge of the Light Brigade). USA 1936. R: Michael Curtiz 10/50
Verrücktes Afrika (Africa screams) USA 1949. R: Charles Barton 08, 09/50
Verteidiger hat das Wort, Der. 1944. R: Werner Klingler 8/50
Verwehte Spuren. 1938. R: Veit Harlan 12/50
Via Mala. 1945. R: Josef von Baky 10/50
Vier Federn (Four feathers) UK 1939. R: Zoltan Korda 10/50

Weg nach Marokko (Road to Morocco). US 1942. R: David Butler 2/50
Weg nach Rio, Der (Road to Rio). US 1947. R: Norman Z. McLeod 2/50
Wem die Stunde schlägt (For Whom the Bell Tolls). USA 1943. R: Sam Wood 12/50
Wenn man die Schule schwänzt (L’ecole buissonière) F 1949. R: Jean-Paul Le Chanois 10/50
Wenn Männer schwindeln. 1950. R: Carl Boese 8/50
Wie ein Dieb in der Nacht. 1945. R: Hans Thimig 08, 09, 10, 11/50
Wiener Mädeln. Au/BRD 1949. R: Willi Forst 1/50
Wildnis ruft, Die (The Yearling). USA 1948. R: Clarence Brown 1/50
Wirbel um Judy (A Date with Judy). US 1948. R: Richard Thorpe 1/50

Zaubernächte in Rio (Romance in the High Seas). USA 1948. R: Michael Curtiz 12/50
Zeuge gesucht (Phantom Lady). USA 1944. R: Robert Siodmak 11/50
Zur roten Laterne (Macadam). F 1946. R: Jacques Feyder 9/50
Zwei in einem Anzug. 1950. R: Joe Stöckel 12/50

Kurt Wortig: Filmarchitektur 1949

I
Hat der deutsche Nachkriegsfilm ein profiliertes Gesicht? Gibt es auf der Leinwand unverkennbare Züge, die für unser gegenwärtiges Filmschaffen charakteristisch sind? Diese Fragen sind nicht nur ästhetischer Natur. Ihrer Klärung kommt vielmehr auch eine praktische Bedeutung zu, weil sie unlöslich mit den Erfolgsaussichten der künftigen Produktion verknüpft sind.
Trümmer-Dolomiten waren erbarmungslose Szenarien der Nachkriegsfilme, sie bestimmten das Gesicht des problematischen Gegenwartsfilms und standen unseren Filmarchitekten in tausend Spielarten zur kostenlosen Verfügung.
Und heute? Die Phase des Aufbaus verlangt auch wieder eine optimistIsche Filmarchitektur. Angesichts der dringend gebotenen Ökonomie der Filmproduktion, die es sich einfach nicht leisten kann, üppige, kostspielige Phantasiebauten zu erstellen, schlägt die große Stunde für geniale Filmarchitekten, denn von ihren Ideen hängt es mehr denn je ab, ob der deutsche Nachkriegsfilm im Zusammenwirken mit Manuskript, Regie und Darstellung mit den Leistungen ausländischer Produktionen wird Schritt halten können.

 

Walter Haag (rechts) in Göttingen

II
Wenn man auf dem Göttinger Filmgelände, wo kürzlich unter der Spielleitung von Harald Braun der Film Nachtwache entstand, dem Architekten Walter Haag begegnete, konnte man versucht sein, ihn für einen exzentrischen Künstler zu halten. Walter Haag gehört zu den Künstler-Originalen, die in höchster Bewusstheit leben und für die jeder Tag verloren ist, an dem sie nicht eine Hekatombe neuer Ideen ausgebrütet haben. In diesem sechsten, in Göttingen entstehenden Film Die Nachtwache wurde ihm die reizvolle Aufgabe gestellt, Profan- und Kirchenbauten zu erstellen. Haag hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, das Typische evangelischer und katholischer Atmosphäre von der Architektur her aufzuzeigen. Da Haag nicht Katholik ist, versicherte er sich der tatkräftigen Mithilfe eines Kaplans der Göttinger Hauptkirche und räumte praktisch dessen gesamtes Wohnungsinventar aus, um es im Filmatelier zu erstellen. Haag führte diese Aktion mit so entwaffnendem Charme aus, dass sich der erfreulich filmaufgeschlossene Kaplan zu der Bemerkung verstieg, er werde, um die Arbeit an diesem Film für seinen Teil wirksam zu unterstützen, gegebenenfalls auch Teile der Kirche ausräumen lassen und vorübergehend die Kirche schließen.
Kann sich Architekt Haag eines schöneren Erfolges seiner Arbeit erfreuen, angesichts der Tatsache, dass weder vom Regisseur des Films Dr. Braun, selbst Pfarrerssohn, noch von den beiden Filmbeauftragten der evangelischen und katholischen Kirche, die den Aufnahmen beratend zur Seite stehen, wesentliche Einwendungen gegen seine architektonischen Planungen gemacht worden sind?

III.
In der bayerischen Filmstadt Geiselgasteig hat Hermann Warm, der Architekt namhafter deutscher expressionistischer Filme wie Das Kabinett des Dr. Caligari (1919 mit Walter Röhrig), Der Student von Prag (1925), Peer Gynt (1934), Mazurka (1935), Das unsterbliche Herz (1939), Die Geierwally (1940), die Bauten zu zu dem Klagemann-Film Königskinder erstellt. Diese Dekorationskomplexe zeichnen sich nicht nur durch ihre Größe aus – es sind die umfangreichsten Bauten, die seit 1946 in Geiselgasteig erstellt wurden – sondern sie werden im Zusammenwirken mit der Regie Helmut Käutners und den Darstellern Jenny Jugo, Peter van Eyck, Friedrich Schoenfelder, Hedwig Wangel, Erika v. Thellmann. Walter Kottenkamp und Theodor Danegger dazu beitragen, dass den Filmbesuchern ein überzeugender Eindruck von der neuen Ausdruckskunst unseres Filmschaffens vermittelt wird, der einen Vergleich mit Szenarien ausländischer Filme nicht zu fürchten braucht. Im bildlichen Mittelpunkt der kammerspielhaften, heiter besinnlichen Komödie Königskinder steht die Feste Hohenbrandenburg. In ihr erleben wir eine herzerfrischende Nachkriegsgroteske, die durch den monumentalen Hintergrund der Filmbauten Hermann Warms eine zusätzlich wirksame Steigerung erfährt, zumal ein Teil dieser Burgräume nicht nur bloßer Bildhintergrund bleiben wird, sondern gemeinsam mit den Darstellern gleichwertige Wirkungs-Funktionen zu erfüllen hat. Die Szenen in der Folterkammer werden dies am deutlichsten beweisen. Hermann Warm weiß um die suggestive Wirkung eines bizarren Filmbildes. Darum hat er alle Sorgfalt dafür verwendet, das Burginnere im Atelier mit der Außenfront von Hohenbrandenburg, die er auf einem Hügel des Filmgeländes errichten ließ, in einen harmonischen Zusammenhang zu bringen. Schon während der Bauarbeiten an diesem wirkungsvollen Burghof taucht der Plan auf, diese eindrucksvolle Dekoration auch nach Beendigung des Films Königskinder auf dem Gelände für weitere künftige Spielfilme stehen zu lassen. Solche Überlegungen knüpfen sich, wie die Filmpraxis auch in anderen Filmstädten im Laufe der Jahre gezeigt hat, nur an die bedeutendsten Filmbauten, deren Architektur zum mitbestimmenden Faktor des gesamten Films zu rechnen ist.

iV
An den Beispielen dieser beiden neuen Spielfilme wird nicht nur für das deutsche Publikum deutlich werden, dass die Anfangsschwierigkeiten der Nachkriegsproduktion nunmehr behoben sind und dass der Filmarchitektur eine neue Bedeutung zukommt, wie sie einst unsere Spitzenfilme auszeichnete.

 

Index der Filme 1951

Abbott und Costello unter Kannibalen (Pardon My Sarong) USA 1942. R: Eric C. Kenton 05/51
Abenteuer auf Korsika (L’ile d’amour) F 1944. R: Maurice Cam 03/51
Abenteuer im Roten Meer. Au 1951. R: Hans Hass – 10/51
Absender Unbekannt. 1950. R: Àkos Ráthonyi 12/51
Achtung! Kairo … Opiumschmuggler (Cairo Road) UK 1950. R: David MacDonald 02/51
Allotria in Florida (Moon over Florida) USA 1941. R: Walter Lang 05/51
All the Kings Men. USA 1949. R: Robert Rossen 05/51
Aloma, die Tochter der Südsee (Aloma of the South Seas) USA 1941. R: Alfred Santell – 10/51
Altes Herz wird wieder jung. 1943. R: Erich Engel 02/51
Der alte Sünder Au 1950/51. R: Franz Antel 05/51
Amber – die grosse Kurtisane (Forever Amber). USA 1947. R: Otto Preminger 01/51
Der Amtsschimmel. 1937. R: Fred Sauer (Umtitelung. Der Film hiess früher Gordian der Tyrann) 07/51
Angela. Au 1948. R: Eduard von Borsody 03/51
Angst vor der Schande (My foolish heart). US 1949. R: Mark Robson -06/51
Anna Karenina. UK 1948. R: Julien Duvivier 03/51
Apfel ist ab, Der. 1948. R: Helmut Käutner 05/51
Auf einer Insel mit Dir (On an Island with You). USA 1948. R: Richard Thorpe 05/51Auf falscher Spur (The Clouded Yellow) GB 1950. R: Ralph Thomas 11/51
Aufruhr in Marokko (Outpost in Morocco) USA 1949. R: Robert Florey 12/51
Aufruhr in Mesa Grande (Hopalong Cassady Returns). USA 1936 R: Nate Watt 04/51
Aufstand in Sibirien (La figlia del capitano) I 1947.R: Mario Camerini 05/51
Aufstand in Sidi Hakim (Gunga Din) USA 1947; R: George Stevens– 09/51
Auf Winnetous Spuren (The Iroquois trail) USA 1950. R: Phil Karlson 12/51
Augen der Liebe. 1942 – 1944; 1951 R: Alfred Braun – 11/51

Badende Venus (Bathing Beauty). USA 1944. R: George Sidney 03/51, 12/51
Bandito (Il bandito) I 1946. R: Alberto Lattuada – 09/51
Der Bandit und die Königin (The Bandit of Sherwood Forest). USA 1946.R: Henry Levin, George Sherman 04/51
Der Bandit von Sacramento (In Old Sacramento). USA 1946. R: Joseph Kane 05/51
Begierde. 1951 R: Karl Georg Külb – 06/51
Bengali (The Lives of a Bengal Lancer) USA !935, R: Henry Hathaway. – 09/51
besiegte Geizhals, Der (Sorrowful Jones) USA 1949. R: Sidney Lanfield – 01/51
Bestie von Shanghai, Die (Intrigue). USA 1947.R: Edwin L. Marin 04/51
Bezaubernde Frau (Tea fort wo) US 1950. R: David Butler – 12/51
Bezaubernder Schwindler, Ein. 1949. R: Hans Wolff 03, 06/51
Bitterer Reis (Riso Amore) I 1949. R: Giuseppe DeSantis – 01, 02, 03, 05/51
Blaubart. BRD/F 1951. R: Christian-Jacque 12/51
blaue Dahlie, Die (The Blue Dahlia) USA 1946. R: George Marshall. 09/51
Blaue Engel, Der. 1930. R: Josef von Sternberg 03/51, 4/51
Blutsfeindschaft (House of Strangers) USA 1949. R: Joseph L. Mankiewicz – 09/51
Boulevard der Dämmerung (Sunset Boulevard) USA 1950. R: Billy Wilder 04/51
Bright Victory. US 1951. R: Mark Robson. 12/51 Buffalo Bill, der weisse Indianer (Buffalo Bill). USA 1944. R: William A. Wellman – 03/51

Buschteufel im Dschungel (Pygmie Island). USA 1950. R: William Berke 12/51

California (California). USA 1947. R: John Farrow – 01/51

Cluny Brown. USA 1946. R: Ernst Lubitsch 04/51
Czardas der Herzen. 1951. R: Sándor Sziatinay 03/51

Dame in Schwarz, Die. 1951. R: Erich Engels – 12/51
Dämonische Liebe. 1950. R: Kurt Meisel 02/51
Desperados (Der Aufruhr der Gesetzlosen) (Desperadoes) USA 1943. R: Charles Vidor – 06/51
Dédée d’Anvers (Die Schenke zum Vollmond) F 1948. R: Yves Alléret – 10/51
Des Königs Admiral (Captain Horatio Hornblower) USA 1951. R: Raoul Walsh) – 12/51
Diamanten-Sperrgebiet (auch: Blutige Diamanten) (Rope of Sand). USA 1949. R: William Dieterle – 01/51
Ding aus einer anderen Welt, Das (The Thing from Another World) USA 1951. R: Christian Nyby 12/51
doppelte Lottchen, Das. 1950. R: Josef von Baky –01, 02, 06/51
Dr. Holl. 1951. R: Rolf Hansen – 06, 7/51
Drei kleine Worte (Three little words) US 1950. R: Richard Thorpe – 12/51
Drei Musketiere, Die. (The Three Musketeers) USA 1948. R: George Sidney 12/51
dritte Mann, Der (The Third Man). UK 1949. R: Carol Reed – 01, 04, 06/51
Dritte von rechts, Die. 1950. R: Geza von Cziffra – 02, 03, 05, 06, 07, 09/51
Dubarry, Die 1951. R: Georg Wildhagen. 12/51 Duell in den Bergen (Barriera a Settentrione) I 1950. R: Luis Trenker 04/51
Du lebst nur noch 105 Minuten (Sorry, Wrong Number) USA 1948. R: Anatole Litvak 07/51
dunkelrote Siegel, Das (The Fighting Pimpernel) UK 1949. R: Michael Powell, Emeric Pressburger 10/51
Durch Dick und Dünn. 1951. R: Theo Lingen 11/51

Eine Stadt hält den Atem an. (Seven Day to Noon) UK 1950. R: John und Roy Boulting – 01/51 Enamorada. Mexiko 1946. R: Emilio Fernández – 06/51
Endstation Mond (Destination Moon) USA 1950. R: Irving Pichel -06/51
Endstation Sehnsucht. (A Streetcar Named Desire) US 1951. R: Elia Kazan 12/51
Engel im Abendkleid. 1951. Akos von Rathony – 06, 07/ 1951
Entgleist (No Man of Her Own), USA 1950. R: Mitchell Leisen 03/51
Erzherzog Johanns große Liebe Au 1950. R: Hans Schott-Schöbinger 04/51
Es begann um Mitternacht. 1951. R: Peter Paul Brauer 01/51
Es geht nicht ohne Gisela. 1951 R: Hans Deppe September
Es kommt ein Tag. 1950. R: Rudolf Jugert 02, 03/51
Es liegt was in der Luft. Ch/Au 1950. R: E.W.Emo 03/51
Es tanzt die Göttin (Cover Girl) USA 1944. R: Charles Vidor 03/51
Eva im Frack. 1951. R: Paul Martin – 01/51
Eva und der Frauenarzt. 1950/51. R: Erich Kohler 05/51
ewige Spiel, Das. 1951. R: Frantisek Cap 03/51, 04/51, 05/51

Fahrraddiebe (Ladri di biciclette) I 1948. R: Vittorio de Sica – 10/51
fallende Stern, Der.1950. R: Harald Braun 04/51
Fanfaren der Liebe. 1951. R: Kurt Hoffmann – 09, 10, 11/51
Die Farm der Besessenen (The Furies). USA 1950. R: Anthony Mann 07/51
Fiesta. USA 1947. R: Richad Thorpe 02/51
Flammendes Tal (Copper Canyon) USA 1950. R: John Farrow 10/51
Föhn. 1950. R: Rolf Hansen 12/51
Frauenarzt Dr. Praetorius. 1950. R: Curt Goetz 12/51
Frauenherz vergisst nie, Ein (Lydia). UK 1941. R: Julien Duvivier 03/51
Frauen ohne Namen (Donne senza nome) I 1951. R: Géza von Radványi 10/51
Frau im Hermelin, Die. (That Lady in Ermine). USA 1948. R: Ernst Lubitsch – 04, 07/51

Furia (Stürme der Leidenschaft) I 1947. R: Goffredo Alessandrini – 07/51

Geächtet (The Outlaw). USA 1943. R: Howard Hughes 04/51
gefährliche Mädchen, Das (The romantic age). UK 1949. R: Edmond T. Greville – 06/51
Geheimnis des Hohen Falken, Das. 1950. R: Christian Hallig – 01/51
Geheimnis einer Ehe, Das. 1951. R: Helmut Weiss 10/1951
Geheimwelle 505 (Dick Barton strikes back) UK 1949. R: Godfrey Grayson -06/51
Gehetzt (You Only Live Once) USA 1937. R: Fritz Lang – 10/51
Die Geliebte des Marschalls (The Gallant Blade) USA 1948. R: Henry Levin 10/51
Geschlossene Gardinen (Persiane chiuse) I 1951. R: Luigi Comencini -10/51
gestohlene Jahr, Das. Österreich/Deutschland 1951. R: Wilfried Fraß – 06/51
Gibraltar. F 1938. R: Fedor Ozep 04/51
Die Göttin vom Rio Beni. Brasilien/BRD 1950. R: Franz Eichhorn – 09/51
Der Göttergatte (Prima comunione). I 1950. R: Alessandro Blasetti 04/51
Goldene Salamander, Der (Golden Salamander). UK 1950. R: Ronald Neame 01/51
Graf Cagliostro. (Black magic). USA 1949. R: Gregory Ratoff – 10/51
Grenzstation 58. 1951.R: Harry Hasso 05/51
Der große Ziegfeld (The great Ziefeld) USA 1936. R: Robert Z. Leonard 05/51
Grossstadtnacht. 1950. R: Hans Wolff – 01/51
Grün ist die Heide. 1951. R: Hans Deppe – 12/51
Gruss und Kuss aus der Wachau. Au 1950. R: Fritz Schulz 04/51
Guillotine (Reign of Terror). USA 1948. R: Anthony Mann 02/51

Der Hauptmann von Kastilien (Captain from Castile) USA 1947. R: Henry King 04/51
Haus im Nebel. 1949. R: Géza von Cziffra (Früherer Titel: Lambert fühlt sich bedroht)- 10/51
Haus in Montevideo, Das. 1951. R: Curt Goetz, Valerie von Martens – 12/51
Heimat. 1936. R: Carl Froelich 02/51
Heimweh (Lassie Come Home). USA 1943. R: Fred M. Wilcox 02/51
Heinrich V. (The Chronicle History of King Henry the Fifth with His Battell Fought at Agincourt in France) UK 1944. R: Laurence Olivier 02/51
Herr der Silberminen, Der (Silver River) USA 1948. R: Raoul Walsh – 10/51
Herr der Unterwelt, Der (The Crooked Way) USA 1949. R: Robert Florey 10/51
Herrin der toten Stadt (Yellow Sky). USA 1948. R: William A. Wellman 05/51
Herz in der Hose (Fancy Pants). USA 1950. R: George Marshall 12/51
Hilfe, ich bin unsichtbar. 1951. R: E.W.Emo 07/51
Himmel voller Geigen Der (The Time, the Place and the Girl) USA 1946. R: David Butler 07/ 51
Hinter den roten Mauern (Kadetten). 1931. R: Georg Jacoby 04/51
Hochzeit im Heu. BRD/Au 1950. R: A.M. Rabenalt 02/51
Hochzeitsnacht im Paradies. 1950. R: Géza von Bolvàry 01/51, 03/51
Hölle am Weissen Turm (The White Tower). USA 1950. R: Ted Tetzlaff- 09/51
Hoffmanns Erzählungen (The Tales of Hoffmann) UK 1951; R: Michael Powell, Emeric Pressburger – 09/51
Hyänen der Strasse. (Gun Crazy). USA 1950. : Joseph H. Lewis. 05/51
Hyänen der Prärie (Wyoming). USA 1947. R: Joe Kane Mai, Oktober

Ich habe Dich immer geliebt. (I’ve always loved you) USA 1946. R: Frank Borzage. 06/51
Im Banne der Madonna. 1951. R: Edmond T. Greville – 11/51
Im Banne der roten Hexe (Wake of the Red Witch). USA 1948. R: Edward Ludwig 02/51
Im Namen des Gesetzes. (In nome della legge). 1949. R: Pietro Germi 05/51
In die Falle gelockt (The Westerner). USA1940. R: William Wyler – 06/1951
In Frieden leben (Vivere in pace) Italien 1947. R: Luigi Zampa -06/51
In letzter Sekunde (The Fighting Kentuckian) USA 1949. R: George Waggner – 03/51
Insel der Verlorenen (The Swiss family Robinson) USA 1944. R: Edward Ludwig 06/51
Inspektor Goddard (Appointment with danger). USA 1950. R: Lewis Allen – 06/51

Ja, in Mexiko (Nous irons à Paris). F 1950. R: Jean Boyer – 01/51
Jesse James – Mann ohne Gesetz (Jesse James) USA 1939. Regie: Henry King – 01/51
Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen. 1951. R: Alfred Stöger 07,11/51

K – das Haus des Schweigens (anderer Titel: Jahre des Schweigens). 1951. R: Hans Hinrich 03/51
Karten, Kugeln und Banditen. (Plainsman and the Lady). USA 1946. R: Joseph Kane -06/51

Keine Ferien für den lieben Gott (Plus des vacances pour le Bon Dieu). F 1950. R. Robert Vernay – 06, 07/1951
keusche Susanne, Die (La casta Susana). Arg 1944. R: Maurice Desvallières, Antony Mars 09/51
Kind der Donau. AU 1950. R: Georg Jacoby 03/51
Kitty und die Weltkonferenz. 1939. R: Helmut Käutner 07/51
Kleiner Schwindel am Wolfgangsee. Österreich 1949/50. R: Franz Antel – 01/51
König, Der (Le Roi) F 1949. R: Marc-Gilbert Sauvajon 03/51
Der König von Alaska (Harpoon). USA 1948. R: Ewing Scott 02/51
Königin Christine ( Queen Christina) USA 1933. R: Rouben Mamoulian 09/51
Königin einer Nacht. 1951. R. Kurt Hoffmann – 09,12/51
Königin Viktoria (Victoria the Great). UK 1937. R: Herbert Wilcox – 06/51
König Salomons Diamanten (King Solomon’s Mines) USA 1950. R: Compton Bennett, Andrew Martin 12/51
Kokain ( Johnny Stool Pigeon) USA 1949. R: William Castle – 06/51
Ein komischer Sektor in London/ auch Blockade in London (Passeport to Pimlico) (UK 1949). R: Henry Cornelius 07/51
Konterbande (South of St. Louis) USA 1949. R: Ray Enright 10/51
Konflikt des Herzens = Sieg über das Dunkel. Vgl. Bright Victoy. 12/51
Kongreß tanzt, Der. 1931. R: Eric Charell 12/51
Kritische Jahre (Anni difficili). I 1948, R: Luigi Zampa – 09/51
Kuss um Mitternacht (That Midnight Kiss) USA 1949. R: Norman Taurog 12/51
Küssen ist keine Sünd’ . Österreich/BRD 1950. R: Hubert Marischka 01/51

Lach und wein mit mir (Riding High). US 1950. R: Frank Capra 12/51
Lady Paname. F 1950. R: Henri Jeanson – 06/51
Ladung für Kapstadt (Cargo to Capetown) USA 1950. R: EarlMcEvoy 07/51
Lebensgefährlich (Highly Dangerous). GB 1950. R: Roy Ward Baker – 11/51
letzte Bandit, Der (Billy the Kid). USA 1941. R: David Miller -06/51
Letzte Liebe (Dernier amour). F 1949. R: Jean Stelli – 01/51
Die Letzten vom Fort Gamble (Ambush) USA 1950. R: Sam Wood 02/51
Lichter der Großstadt (City Lights). USA 1931. R: Charles Chaplin 02, 03/51
Liebe (Bel Amour) F 1951 R: Francois Campaux 10/51
Liebe an Bord (Luxury Liner). USA 1948. R: Richard Whorf 02, 03/51
Liebesaffäre (Love affair). USA 1939 04/51
Liebesabenteuer des Don Juan, Die (Adventures of Don Juan) USA 1948. R: Vincent Sherman – 01, 02/51
Liebesnächte in Sevilla (The Loves of Carmen). US 1948. R: Charles Vidor 11/51
Liebesrausch auf Capri (September Affair). USA 1950. R: William Dieterle – 04/51
Liebe unter schwarzen Segeln (Fortunes of Captain Blood) USA 1950. R: Gordon Douglas – 09/51
Lockende Gefahr. 1950. R: Eugen York 05, 07/51
Lucrezia Borgia (Lucrécde Borgia) F 1935. R: Abel Gance 07/51

Macbeth. USA 1948. R: Orson Welles – 10/51
Mädel aus der Konfektion, Das. 1951. R: Carl Boese 05751
Männerfeindin, Die (A Woman of Distinction). USA 1950. R: Edward Buzzell 12/51
Mann aus Marokko, Der (The Man from Morocco) UK 1945. R: Mutz Greenbaum 02/51
Der Mann, der herrschen wollte (All the Kings Men) USA 1949. R: Robert Rossen 07/ 51
Mann gehört ins Haus, Ein. 1948. R: Hubert Marischka 03/51
Manon. F 1949. R. Henri-Georges Clouzot – 01, 02, 03/51
Manuel (Captain Courageous). USA 1937. Victor Fleming – 06/51
Mauern von Malapaga, Die. (Le mura di Malapaga). F/I 1949. R: René Clément 11/51
Mein Freund, der Dieb. 1951. R: Helmut Weiss. 12/51
Mein Freund Harvey (Hervey) USA 1950. R: Henry Koster 12/51
Meine Nichte Susanne. 1950. R: Wolfgang Liebeneiner 05/51
Die Menschenfalle (Trapped) USA 1949 R: Richard Fleischer07/51
Menschen ohne Seele (Union Station) USA 1950. R: Rudolph Mathé 10(51
Menschenschmuggel (The Breaking Point). USA 1950. R: Michael Curtiz 09/51
Meuterei auf der Bounty (Mutiny on the Bounty). USA 1935. R: Frank Lloyd 04/51
Millionenraub im Sportpalast (Drame au Vel’d’Hiv’) F 1949. R: Maurice Cam 07/51
Mit eiserner Faust (The Prince and the Pauper) US 1937. R: William Keighley, William Dieterle 06/51
Mitternachtsvenus, Die. 1951. R: Ferdinand Dörfler 03/51
Montana (Montana). USA 1950. R: Ray Enright 04/51
Morgen ist es zu spät (Domani è troppo tardi ) I 1950. R: Léonid Moguy 04/51
Mustergatte, Der. 1937. R: Wolfgang Liebeneiner 09/51
Mutter sein dagegen sehr. 1951. R: Victor Tourjanski 10, 12/51

Nachtclub-Lilly (Roadhouse) USA 1948. R: Jean Negolescu –01/51
Der Nachtigallenkäfig. (La cage aux rossignols). F 1945. R: Jean Dréville – 06/1951
Nachts auf den Strassen. 1952. R: Rudolf Jugert. 12/51
Nachtwache. 1949. R: Harald Braun 03/51
Napoleon ist an allem schuld. 1938. R: Curt Goetz 03/51
Narziss, der unfreiwillige Flieger. (Narciss). F 1940. R: Ayres d’Aguiar 05/51
Neptuns Tochter (Neptune’s daughter) USA 1949. R: Edward Buzzell 03/51 12/51

Odd man Out. GB 1947. R: Carol Reed 1948
Ohne Gnade (Senza pietà) I 1948. R: Alberto Lattuada 03/51, 05/51
Oliver Twist. UK 1948. R: David Lean 12/51
Panik am roten Fluss (Red River). USA 1948. R: Howard Hawks 04/51
Piratenliebe (The Man Within) UK 1947. R: Bernard Knowles – 09/51
Piraten im Karibischen Meer (Reap the Wild Wind) USA 1942. R: Cecil B. de Mille 04/51
Piraten von Capri (Pirates of Capri). I/ USA 1949. R: Edgar G. Ulmer 03/51
Professor Nachtfalter. 1951. R: Rolf Meyer 03/51
Buschteufel im Dschungel (Pygmy Island). USA 1950 12/51
Rache für Alamo (Mn of Coquest). USA 1939. R: George Nichols Jr. 07/51
Rächer der Unterwelt (The Killers) USA 1946. R: Robert Siodmak – 01/51
Die Ratte [von Soho]. (Night and the City). USA 1951. R: Jules Dassin 12/51
Rausch einer Nacht. 1951. R: Eduard von Borsody. 02/51
Rebell, Der (The Flame and the Arrow) USA 1950. R: Jacques Tourneur 04/51
Rebellion im grauen Haus (Canon City) USA 1946. R: Crane Wilbur – 03/51
Reigen, Der (La Ronde) F 1950. R: Max Ophüls 02, 03/51
Rendezvous in Paris ( Le chateau de verre) F 1950. R: René Clement Juli 51
Reserve hat Ruh’. 1931. R: Max Obal 01/51
Rette mich wer kann (anderer deutscher Titel: Abenteuer eines Pechvogels). (The Jackpot). USA 1950. R: Walter Lang 12/51
Romanze im Süden (A Man about the House) UK 1948. R: Leslie Arliss – 03/51
Rotes Licht (Red Light) USA 1949. R: Roy del Ruth 12/51
Ruf, Der 1949. R: Josef von Baky 05/51
Ruf an das Gewissen.1944/45. R: Karl Anton 05/51

San Francisco im Goldfieber (Barbary Coast). USA 1935. R: Howard Hawks 02/51
Sans laisser d’Adresse. F 1951. R: Jean-Paul Le Chanois – 06/1951
scharlachrote Blume, Die (The scarlet Pimpernel) UK 1934. R: Harold Young – 10/1951
Die scharlachroten Reiter (North West Mounted Police) USA 1940. R: Cecil B. DeMille 12/1951
Der Schatten des Herrn Monitor . 1950. R: Eugen York 10/1951
Schlingen der Angst (Sleep, My Love) USA 1948. R: Douglas Sirk 03/51
Schön muss man sein. 1951. R: Akos Rathonyi – 03, 05, 06, 07/51
Schütze Bumm in Nöten (Soldat Bom) Sw 1948, R: Lars-Eric Killgren 05, 11/51
Schuld des Dr. Homma, Die. 1951. R: Paul Verhoeven – 10/51
Schwarze Rose (The Black Rose) USA 1950. R: Henry Hathaway – 06/51
schwarze Füchsin, Die (Gone to Earth). UK 1950. R: Michael Powell, Emmeric Pressburger 03/51
Schwarzwaldmädel. 1950. R: Hans Deppe – 06, 12/51
Schweigen ist Gold (Le Silence est d’or). F 1947. R: René Clair -06/51
Schwurgericht (Justice est faite) . F 1950. R: André Cayatte– 06, 09 ,12/1951
Ein Seemann ist kein Schneemann (Swiss Tour) CH/USA 1950. R: Leopold Lindtberg 02/51
Seemannslos (Down to the sea in ships). USA 1949. R: Henry Hathaway – 06/51
Seeräuber, Der (The Black Swan). USA 1942. R: Henry King 02/51
Seeteufel von Cartagena, Die (The Spanish Main) USA 1945. R: Frank Borzage – 01/51
Seine Frau hilft Geld verdienen (The Fuller Brush Girl). USA 1950. R: Lloyd Bacon 04/51
Sensation in San Remo. 1951. R: Georg Jacoby – 07,10/51
Singapur (Singapur). USA 1947, R: John Brahm 03/51
Skandal in Paris (Scandale aux Champs Élysées) F 1949. R: Roger Blanc 07/51
Sklavin der Wildnis (Rachel and the Stranger) USA 1948. R: Norman Foster – 03/51 [Früherer deutscher Titel: Ehe ohne Liebe]
Sklavin des Herzens (Under Capricorn) UK 1949. R: Alfred Hitchcock 05/51
Spielfieber (The Lady gambles) USA 1949. R: Michael Gordon 07/1951
Söhne der grünen Hölle (Untamed Fury). USA 1947. R: Ewing Scott 07/1951
Staatsgeheimnis (State Secret) USA 1950. R: Sidney Gilliat – 06/51
Steppenrache (Vendetta en camargue) F 1950. R: Jean Devaivre 03/51
Stierkämpfer wider Willen (The Bullfighters). USA 1945. R: Malcom St. Clair 04/51
Stips. 1951. R: Carl Froehlich – 12/51
Stolz der Kompagnie (Kronas Käckar Gossar) Sw 1940. R: Sigurd Wallen 11/51
Straße der Versuchung (Scarlet Street) USA 1948. R: Fritz Lang 04/51
Stromboli (Terra di Dio) I/ USA 1950. R: Roberto Rossellini 02, 03/51
Stürmische Höhen (Wuthering Heights). USA 1939. R: William Wyler 03/51
Südsee-Vagabunden (South Sea Sinner) USA 1950. R: H. Bruce Humberstone 09/51
Sünderin, Die 1951. R: Willy Forst – 03, 04, 05, 06, 12/1951
Sündige Grenze. 1951. R: R.A. Stemmle – 11/51

Tal der Leidenschaften. (Tap Roots) USA 1948. R: George Marshall – 06/51
Tal des Todes (Valley of the sun) USA 1942. R: George Marshall – 06/51
Tänzer vom Broadway ( The Barklays of Broadway) USA 1945. R: Charles Walters 03/51
Tanz in den Abgrund (Good-time girl) UK 1948. R: David MacDonald – 06/1951
Taxi-Kitty. 1950. R: Kurt Hoffmann –01/51
Das Testament des Dr. Mabuse. 1933. R: Fritz Lang 09/1951
Texaspolizei räumt auf (Deputy Marshal). USA 1949. R: William Berke- 09/ 51
Teufel im Leib (Le diable au corps). F 1947. R: Claude Autant-Lara – 05,06,07/1951
Tiger, Der (The Enforcer) USA 1951. R: Martin Rackin 11/51
Tiger Akbar, Der. 1951. R: Harry Piel – 05, 06, 07/1951
Todeskurve, Die (The Big Wheel). USA 1949. R: Edward Ludwig 04/51
Todesverächter, Der (Whispering Smith). USA 1948. R: Leslie Fenton – 03/51
Todfeindschaft (Dallas) USA 1950. R: Stuart Heisler 11/51
tödlichen Träume, Die. 1951. R: Paul Martin – 01/51
Todsünde (Leave Her to heaven) USA 1945. R: John M. Stahl – 09/51
Todeszelle No.5 (I wouldn’t be in your shoes) USA 1948. R: William Nigh 07/51
Tokio Joe (Tokyo Joe) USA 1949. R: Stuart Heisler 05/51
Topper geht auf Reisen (Topper takes a trip). USA 1938. R: Norman Z. McLeod 06/1951,
Das Tor zum Frieden. 1951. R: Wolfgang Liebeneiner 05/51
Toselli-Serenade (Romanzo d’amore). I/ F 1950. R: Duilio Coletti – 03/51
Toto als Scheich (Toto sceicco) I 950. R: Mario Mattoli – 10/51
Träumende Augen (Stolen Life) UK 1939. R: Paul Czinner – 01/51

Überfall auf die 0ive Branch, Der (Captain Caution) USA 1943. R: Richard Wallace 04/51
Die Unbesiegten. (Unconquered). USA 1947. R: Cecil B. deMille – 11/51
unheimliche Haus, Das (Les inconnus dans la maison) F 1942. R: Henri Decoin– 01/51
Und Du mein Schatz fährst mit.1937. R: Georg Jacoby 04/51
Unser eigenes Ich (Our very own). USA 1950. R: David Miller – 06/51
Unter dem Himmel von Paris (Sous le ciel de Paris) F 1951. R: Julien Duvivier – 03, 04, 05, 06,07,09/51
Unter den Brücken. 1944/45. R: Helmut Käutner 03/51
Unter Geheimbefehl (Panic in the Streets). USA 1950. R: Elia Kazan 03/51
Unvergängliches Licht. 1951. R: Arthur Maria Rabenalt 05/51
Urlaub in Hollywood (Anchors Aweigh). USA 1945. R: George Sidney 04/51

Vater der Braut (Father oft he Bride) USA 1950. R: Vincente Minelli -06/51
Venus am Strand (The Girl from Jones Beach). USA 1949. R: Peter Godfrey – 06/51
Venus macht Seitensprünge (One Touch of Venus) USA 1948. R: William A. Seiter 03/51
Verfemt (The Kid from Texas). USA 1950. R: Kurt Neumann 05/51
Vergessene Stunde (Black Angel) USA 1946. R: Roy William Neill 02/51
Verjüngungskur, Die. Österreich 1948. R: Harald Röbbeling – 06/51
Verklungenes Wien. Au 1951. R: Ernst Marischka – 09/51
Verlorene, Der. 1951. R: Peter Lorre – 11/51
Verrückter Mittwoch (The Sin of Harold Diddlebock) USA 1947. R: Preston Sturges 10/51
Verrat im Dschungel (The Real Glory) USA 1939. R: Henry Hathaway 09/51
Die verschleierte Maja. 1951. R: Geza von Cziffra – 07,09,10,11/51
Vier im Jeep, Die. Schweiz 1951. R: Leopold Lindtberg, Elizabeth Montagu- 06/1951
Vom Teufel gejagt. 1950. R: Viktor Tourjansky – 01/51, 12/51
Vom Winde verweht (Gone with the wind) USA 1939. R: Victor Fleming – 06/51
Vorsicht, Gespenster (Hold That Ghost) USA 1941. R: Arthur Lubin – 09/51
Vulcano. I 1950. R: William Dieterle 02/51, 05/51

Waffenschmuggler von Kenya (Sundown) USA 1941. R: Henry Hathaway 05/51
Der Weg nach Utopia (Road to Utopia) USA 1945. R: Hal Walker 05/51
Weg zum Ruhm, Der (Prelude à la gloire) F 1950. R: Georges Lacombe – 01/51
Weh dem, der liebt . 1951. R: Alexander von Sziatinay 05, 06/51
Weisse Banditen (Stampede). USA 1949. R: Lesley Selander – 01/51
Weisse Schatten. 1951. R: Helmut Käutner 07, 11/51
Weisse Teufel, Der (Il diavolo bianco) I 1947. R: Nunzio Malasomma –11/51

Wem die Stunde schlägt (For Whom the Bell Tolls) USA 1943. R: Sam Wood 02, 03/51
Wenn die Abendglocken läuten. 1951. R: Alfred Braun – 12/51
Wenn eine Frau liebt. 1950. R: Wolfgang Liebeneiner 02,03/51
Wenn Männer schwindeln 1950. R: Carl Boese 05/51
Wie ein Dieb in der Nacht. Österreich/Deutschland 1945. R: Hans Thimig – 06/51
Wiener Mädeln. Österreich/BRD. 1949. R: Willi Forst –01/51
Wiener Walzer (früherer Verleihtitel Wien tanzt) Au/Liechtenstein 1951. R: Emil E. Reinert- 09/51
Wildwest-Banditen (Trail Dust). USA 1936. R: Nate Watt 03/51
Wildwest in Oberbayern. 1951. R: Ferdinand Dörfler 10(51
Winchester 73. USA 1950. R: Anthony Mann 05/51
Wolf der Sila-Berge (Il lupo della Sila). I 1949. R: Duilio Coletti 03/51
Wüstenfalke, Der (The desert Hawk) USA 1950. R: Frederick de Cordova – 11/51
Das Wunder von San Marino (Prelude to fame) USA 1950. R: Fergus McDonell – 10/51

Zelle R 17 (Brute Force) USA 1947. R: Jules Dassin 03/51
Zimmer zu vermieten. 1944/45. R: Kurt Werther 05/51
Zorros Geisterreiter (Zorro’ Fighting Legion).USA 1939. R: William Witney. 07/51
Zorros Sohn (Son of Zorro). USA 1947. R: Spencer Bennett, Fred C. Brannon. 12/51
Zwei in der Falle. (Rawhide). USA 1951. R: Henry Hathaway 11/51
Zwei Frauen (Tva kvinnor) SW 1947. R: Arnold Sjöstrand 02/51
Zweikampf am Red River (Massacre River) USA 1949. R: John Rawlins 7/51
Zwischen Herz und Gewissen. 1944/45. R: Johannes Meyer 04/51

 

Index der Filmtitel 1948/1949

1 x 1 der Ehe. 1949. R: Rudolf Jugert 12/49
3 x Komödie. 1949. R: Viktor Tourjansky 4/7, 6S/1949

Abenteuer in der Südsee (Son of Fury: The Story of Benjamin Blake) USA 1942. R: John Cromwell 6/1949
Adieu Cherie. F 1946. R: Raymond Bernard 3/1949
Affäre Blum. 948. R: Erich Engel 6S/1949
Alibi (L’Alibi). F 1937. R: Pierre Chenal 7/1949
Andere,Die. 1949. R: Alfred E. Sistig 8/1949
Anonyme Briefe. 1949. R: A.M. Rabenalt 3/1949
Arabische Nächte (Arabian nights).USA 1942. R: John Rawlins 12/1949
Arzt und Dämon. (Dr. Jekyll and Mr. Hyde). USA 1941. R: Victor Fleming 4/1949
Artistenblut. 1949. R: Wolfgang Wehrum 12/1949

Begegnung an der Elbe (Vstrecha na Elbe) UdSSR 1949. R: G. Aleksandrov 6/1949
Belvedere räumt auf (Sittin g Pretty). USA 1948. R: Walter Lang 8/1949
Besten Jahre unseres Lebens, Die (Best Years of Our Lifes) US 1946. R: William Wyler 1948, 6/1949
Blaue Strohhut, Der . 1949. R. Victor Tourjansky 12/1949
Boot der Verdammten, Das (Les maudits) F 1947. R: René Clement 3/6S/1949
Bravo, George (Come on, George) UK 1939. R: Anthony Kimmins 6S/ 949
Die Brüder B[ouquinqant]. (Les freres Bouquinquant) F 1947. R: Louis Daquin 6/ 1949
bunte Karussell, Das (State Fair). USA 1945. R: Walter Lang 3/1949
Buntkarierten, Die. 1949. R: Kurt Maetzig 6/7/1949

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Bericht der Allianz-Film Filiale vom 15. Juli 1951 für Juni 1951 – 6/51

I/II. Film-Abschlüsse/Film-Umsatz:

Im Gegensatz zu den Erfahrungen früherer Jahre war im Juni ein Absinken der Ergebnisse in Berlin nicht zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil wurde ein Rekordumsatz erzielt, in Berlin überhaupt der stärkste Umsatz seit Bestehen der ALLIANZ. Hauptanteil an diesem bemerkenswerten Erfolg trägt der französische Film Unter dem Himmel von Paris. Auch die ersten Ergebnisse von Engel im Abendkleid sind günstig. Hingegen enttäuscht allgemein Der Tiger Akbar, wie es auch nicht anders zu erwarten war, nachdem die Presse sich so lebhaft gegen diesen Film ausgesprochen hat. Man erkennt daran sehr deutlich, dass minderwertige Filme, selbst bei Starnamen, keine großen Erfolgsaussichten mehr haben. Auch Weh‘ dem, der liebt hat es sehr schwer, sich durchzusetzen. Schön muss man sein dagegen bringt es doch dank der sehr guten Besetzung auf Durchschnittsergebnisse. Das Ergebnis für den Monat Juni ist deshalb besonders erfreulich, weil außer Herzog-Film, der im Juni hundertmal Die Sünderin terminierte, kein anderer Verleih die Ergebnisse der ALLIANZ erreichen konnte. Die ALLIANZ hat auch indirekt sehr stark von den Filmfestspielen profitiert. Die gesamte Aufmerksamkeit seitens der Theaterbesitzer wurde auf uns gelenkt, da die 4 französischen Filme bei ihrem Start in Berlin von uns herausgebracht worden sind. Die Nachfrage nach den beiden Filmen Justice est faite [siehe Schwurgericht]und Sans laisser d’Adresse ist sehr rege und absolut erfolgversprechend. Bei einer gestern stattgefundenen Diskussion wichtiger Berliner Publizisten und Film-Fachleute wurde diese Tatsache ebenfalls sehr stark unterstrichen. Man ist hier in Berlin allgemein der Ansicht, dass diese beiden Filme im Verleih der ALLIANZ erscheinen werden. Die Aussichten für den Monat Juli sind keinesfalls sommermäßig. Die starke Besetzung mit dem Film Engel im Abendkleid und ferner immer noch für Unter dem Himmel von Paris garantieren einen sehr zufriedenstellenden Umsatz. Bei den Konkurrenzfilmen ist im Juli bei folgenden Filmen mit starken Ergebnissen zu rechnen:
Dr.Holl (mit 20 Kopien). – Teufel im Leib (mit 12 Kopien).

Premieren im Berichtsmonat
a) Eigene Filme
Engel im Abendkleid im CAPITOL, Kfd, und ROXY-PALAST, Friedenau.
Der Film erhielt sehr gute Kritiken, die Ihnen und der Hamburger Filiale sofort zugeleitet worden sind und ergab ein zufriedenstellendes Geschäft in beiden Theatern. Man wird in der kommenden Saison dazu übergehen müssen, derartige volkstümliche Filme gleich in Großeinsatz herauszubringen. Die möglichen Kombinationen in Berlin sind gegeben. Rudolf Platte und Inge Meysel wohnten den Vorstellungen in den beiden Theatern bei und hatten einen sehr starken persönlichen Erfolg. Es verdient immer wieder hervorgehoben zu werden, dass Rudolf Platte, wenn er in Berlin ist, stets zu unserer Verfügung steht.

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Bericht der Allianz-Film Filiale vom 15. Mai 1951 für April 1951 -4/51

Der Monat April stand im Zeichen der beiden Erfolgsfilme Die Sünderin und Unter dem Himmel von Paris. Die Sünderin entwickelt sich nach dem Film Der dritte Mann zu dem besten Geschäft in der FILMBÜHNE WIEN überhaupt. Beide Filme erzielten die gleiche Laufzeit, wobei natürlich dem deutschen Film zuzuschreiben ist, dass er eine Durchschnitts-Personenzahl von 1700 pro Tag hatte. Der Film ist auch in der Erstaufführung, die mit 25 Kopien gestartet wurde, wie erwartet eingeschlagen.
Unter dem Himmel von Paris blieb 8 Wochen auf dem Spielplan des CINEMA PARIS und hat damit die zweitlängste Laufzeit eines Films in diesem Theater überhaupt erreicht. Aber auch in der gesamt Berliner Situation gehört nunmehr Unter dem Himmel von Paris zu den Spitzenfilmen der Nachkriegszeit. Die deutsche Fassung wird morgen, am 16.5., den Theaterbesitzern gezeigt.
Premieren im Berichtsmonat:

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Bericht der Allianz Film Filiale Berlin vom 1. Juni für den Monat Mai 1951 – 5/51

Der Umsatz konnte gegenüber dem Monat April um ca. DM 10.000 erhöht werden. Obwohl von Seiten der Konkurrenz großartige Geschäftsfilme auf dem Spielplan standen, von denen Die Sünderin, die mit 25 Kopien im Einsatz war, alles überragte. Das absolut Positive unseres Programms ist das Nichtnachlassen des Films Die Dritte von Rechts, der, obwohl nunmehr im 6. Spielmonat stehend, immer noch besetzt wird und von den verschiedenen Theatern zum 2. und 3. Male eingesetzt wurde. Unter dem Himmel von Paris, der stolzeste Erfolg der ALLIANZ FILM seit ihrem Bestehen, hat weder in der ersten, noch in der zweiten Aufführungswelle geschäftlich enttäuscht. Ganz im Gegenteil sind die Resultate sehr beachtlich und für einen ausländischen Film in den einzelnen Theatern ungewöhnlich gut. Die Ergebnisse von Schön muss man sein und Das ewige Spiel sind unterschiedlich. Der Erfolg, den manche von Schön muss man sein wahrscheinlich erwartet haben, kann in Berlin nicht eintreten.

Premieren im Berichtsmonats
a) Eigene Filme
1.5. Weh dem, der liebt in der BONBONNIERE.
Der Film lief bis einschließlich Pfingsten. Leider fehlt es diesem Film an Temperament, und er wird überall nur ein Durchschnittsgeschäft erreichen können, da die Komiker Rudolf Platte, Meyerinck, Sima und Pfeiffer nicht zum Ausspielen kommen. Gretl Schörg ist noch nicht populär genug, um einen Film schon allein zu tragen. Arno Assmann ist ein viel besserer Charakterdarsteller wie Liebhaber. Vergleichen Sie bitte die Filme Der Ruf und Der Apfel ist ab. Er könnte von einem geschickten Regisseur auf den Gründgens-Typ gebracht werden. Der Film wird in Anbetracht des Sommerwetters normal über die Bahn gehen und wird weder nach der einen noch anderen Seite überraschen. Zweifellos ist das beste bei diesem Film der Reklamevorspann.
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Bericht der Allianz-Film Filiale Berlin vom 3. April 1951 für März 1951 – 3/51

Der Monat März war fast gleich stark wie der Rekordmonat Februar. Die Dritte von rechts erzielt in ziemlich allen Theatern sensationelle Einnahmen, die mit Recht einen nochmaligen Einsatz des Films im gleichen Theater erbrachten.
Trotz größter Konkurrenz internationaler Spitzenfilme und Filmen deutscher Produktion sind Theater, in denen Die Dritte von rechts gezeigt wurde, niemals ernstlich bedroht gewesen. Das gleiche Geschäft ist auf keinen Fall von Schön muß man sein zu erwarten, wie vielleicht Voreilige behaupten würden.

Premieren im Berichtsmonat
a) Eigene Filme
21.3. Welturaufführung Unter dem Himmel von Paris im CINEMA PARIS
24.3. Schön muss man sein im ASTOR
30.3. Ein bezaubernder Schwindler in der BONBONNIERE

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Herlth und Röhrig zum Faust-Film

Vor einiger Zeit schrieben mir zwei der bekanntesten Berliner Filmarchitekten u.a. folgendes: “ Sie wissen ja, welche eine schwere Arbeit der Faust-Film war. Sie haben sich selbst davon überzeugt, welch einen Anteil gerade wir Maler an der bildlichen Konposition dieses Films hatten und als Fachmann verstehen Sie ohnehin, was für derartige Stoffe das weiße, leere Papier bedeutet. Ich meine … anfangs, war keine Vorstellung ausser der Handlung …. da mußten nur wir herhalten.
Wie aber sieht es jetzt aus? Wie stellt sich die Firma zu unserer Arbeit? Sie hat den Film an eine andere Firma verkauft und da kennt man uns nicht einmal (so scheint es), man weiß noch gar nichts von dem eigentlichen Hergang der künstlerischen Schöpfung dieses Films. Soll es so sein? Halten Sie das für eine gerechte Regelung der Anerkennung künstlerischer Arbeiten? Für jede Kunstgattung existiert das Urheberrecht, und wenn ich auch zugeben muss, dass in den Augen der grossen Masse der Filmproduktion der Arbeitsanteil des Architekten und Malers nur verhältnismäßig gering ist, so waren es dennoch in diesem Falle beim Faustfilm bestimmt Maler, Filmleute schlechthin.“
Diese Anklage zweier filmisch so anerkannter Künstler wie Herlth und Röhrig scheint mir nicht zu Unrecht erhoben zu sein. Wenn auch die Namen dieser beiden Malerarchitekten auf einer ganzen Reihe von Ankündigungen des obigen Films zu lesen sind, so hat man sie dennoch viel zu wenig der großen Öffentlichkeit, sowohl der Fachwelt wie auch dem Publikum bekannt gegeben, man hat zwar immer wieder vom Regisseur und den Hauptdarstellern gesprochen, von dem vielen Geld, das dieser Film gekostet hat, von den großen Erwartungen, denen man sich hinsichtlich seiner Auswertung (mit Recht) hingibt, aber wenig, viel zu wenig, fast gar nicht von dem Architekten und dem Kameramann.
Das sind unstreitig Unterlassungssünden, zumal sich gerade dieser Film wie wenig andere, auf dem Optischen, dem Filmarchitektonischen vollständig aufbaut, jede Szene sich dem Beschauer so darbietet, als wenn Milieu, Format und Bewegung des Bildausschnittes von einem einzigen Künstler geschaffen wären. Das schmälert nicht im mindesten das Verdienst des Regisseurs, aber es rückt dasjenige der Filmarchitekten besonders in den Vordergrund, zumal man sich vor Augen halten muss, dass wirklich “im Anfang das leere Blatt Papier war“. Denn wir wollen uns doch darüber klar sein, dass auch der genialste Regisseur unbedingt der Kulisse, des Hintergrundes seines Gestaltens bedarf, um seelische Vorgänge ins Bewegungstechnische und Reinoptische transponieren zu können. Seinerzeit schrieb ich bereits gelegentlich eines Atelierbesuches über die eigenartige Bauweise von Herlth und Röhrig , ihr ausgesprochen perspektivisches Bauen, ihre Tendenz, alle Vorgänge so in das Bild zu stellen, dass schon die Größenverhältnisse, die Formen und die Farbabtönungen der Gegenstände an sich das Verständnis und Empfinden der Zuschauers unterstützen und beflügeln. Es ist wohl durchdachte und künstlerisch auf feinste abgestimmte Absicht der beiden Architekten , dass zum Beispiel in Gretchens Zimmer sich ein (scheinbar) riesengroßes Fenster befindet, hinter dessen Butzenscheiben der gigantische Schatten von Mephisto oder Faust sichtbar wird. Wohl erwogene Absicht, dass Mephistos Teufelsfratze beinahe eine ganze Wand ausfüllt, während sich die Klingen von Valentin und Faust auf der nächtlichen Gasse kreuzen. Alle diese winkligen Gassen und Gässchen, diese Erker und Ecken, diese leeren und hallenden Domräume, der gleichsam über einen unermesslichen tiefen Abgrund hinwegführende, ansteigende Viadukt, über dessen Geländer sich Mephisto hinabbeugt, diese Überschneidungen der Dekorationen und gleichsam auch der Geschehnisse stellen einen ganz neuen Abschnitt der Filmarchitektur vor: Das optische Bauen.
Man hat schon früher ähnliches versucht, seelische Impressionen in das Lokalkolorit überführt, Dekorationen gebaut, die sich aufs engste schon in ihrer Form dem psychischen Geschehen, das in ihnen spielt, anpassen, aber es scheint mir, als ob man noch in keinem Film diese Absichten und diesen Weg so zielbewusst und systematisch verfolgt hat wie im Faust.
Kommen wir zum Brief von Herlth und Röhrig zurück! Wirklich muß man fragen, wann endlich dem künstlerischen Filmarchitekten und Filmmaler im Werk und im Abglanz seines Werkes diejenige Stellung eingeräumt werden wird, die der Kameramann in allerjüngster Zeit zu erringen sich auf dem besten Wege befindet. Es soll keiner eine Extrawurst bekommen, aber auch keiner, dem ein großes Verdienst an einem bedeutsamen Werk gebührt, sollte beiseite stehen.

-o- in Film-Kurier, 13.10.1926

Robert Herlth: Ausgestaltung und Ausstattung (1960)

Anmerkungen zur Problematik der Filmarchitektur (1960)

Filmarchitektur vor vierzig Jahren, das war etwas ganz anderes als Filmarchitektur heute. Daran ist nicht nur das künstlerische Stilgefühl schuld, das sich mit der Zeit wandelt, auch die Entwicklung des technischen Apparates trug dazu bei, neben ihr leider manche laienhafte Vorstellung, die unter Autoren und anderen am Zustandekommen des Films Beteiligten mitunter herrscht. So kommt es, dass die kulturgeschichtlichen Stilformen durch die Ausdrucksformen des Films mitunter recht gewaltsam verändert werden.

Wie sah es denn vor vierzig und fünfzig Jahren aus? In den Säuglingsjahren des Kintopps hatte man zum Beispiel dem Theater die Kulissentechnik abgesehen. Nahezu alles Dekor pinselte man auf Leinwand und hängt es großflächig im Atelier auf. So arbeitete man auch noch während des ersten Weltkrieges, aber nicht etwa, weil den Leuten nichts Besseres einfiel, sondern weil die primitiven, noch zu ebener Erde stehenden Kohlenfadenlampen sonst gespenstisch irritierende Schatten auf die räumlich hintereinander stehenden Kulissen geworfen hätten. Deshalb waren Filmarchitekten seinerzeit auch nicht von Haus aus Architekten, sondern Kunstmaler, Expressionisten. Sie machten in diesen künstlerisch bewegten Nachkriegsjahren expressionistische Dekors zu einem wesentlichen Element der filmischen Bildsprache. Der Höhepunkt dieser Entwicklung lag 1920 in dem Film Das Kabinett des Dr. Caligari, dessen mystisch-skurrile Handlung durch abstrakt gemalte Kulissen, schiefe Wände und verrissene Perspektiven charakterisiert wurde.

1923 änderte sich das schlagartig. Der Produzent Erich Pommer gab uns Zeit und Geld genug, während der Dreharbeiten zu dem Murnau-Film Der letzte Mann ein volles Jahr lang zu experimentieren. So erfanden wir tausenderlei, unter anderem den Kamerakran und die Beleuchterbrücke, die, hoch in den Lüften schwebend, von der Atelierdecke herab hing und die Lichtfluten in Kulissenschluchten strahlen ließ. Nun konnten wir der Szenerie durch eine Vielfalt von Möbeln und Requisiten plastische Tiefen verleihen. Trotzdem wurde bei Murnau alles Dekor bis zum Einfachsten stilisiert. Im Gegensatz zu den heutigen Ausstattungsorgien duldete er kein Requisit, dem nicht eine dramaturgische Funktion zukam. Im Tartuffewwaren die Rokoko-Dekorationen für ihn keinesfalls Staffage, sondern optisches Symbol für das Lebensgefühl des Menschen jener Zeit. Im Faustfilm mit Emil Jannings begannen wir 1926 erstmalig, nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit dem Licht der Scheinwerfer zu malen. Um die richtige Atmosphäre zu zaubern, wurde jede Kameraeinstellung zwei Stunden lang ausgeleuchtet – eine Kunst, die heute fast in Vergessenheit geraten ist.

Mit den monströsen Ausstattungsschinken begann schon wenig später die Verwilderung der Filmarchitektur, Bei Quo Vadis (Italien 1924/25; R: Gabriellino d’Annunzio, Georg Jacoby) kann man von Stil gar nicht mehr reden. Für die Zehn Gebote (The ten commandements. USA 1925; R: Cecil B. deMille) ließ Cecil de Mille seine „ägyptischen“ Bauwerke im Barockstil errichten. So könnte man noch Tausende von schlechten Beispielen anführen. Diese Stilsünden mögen jedoch weniger auf die Unwissenheit der maßgebenden Leute zurückzuführen sein, als vielmehr darauf, daß diese nicht die filmischen Möglichkeiten erkennen, die in der Anwendung einer kulturgeschichtlich echten, aber im Filmkassenerfolg noch nicht erprobten Architektur liegen,

Früher konnte sich der Architekt monatelang auf einen Film vorbereiten. Heute setzt man ihn erst drei Wochen vor Drehbeginn von der neuen Aufgabe in Kenntnis. Über die Problematik der Bauten und Dekors wird kaum noch gesprochen. Lediglich einige Spitzenregisseure wie Helmut Käutner, Kurt Hoffmann, Rolf Thiele oder Harald Braun, mit dem ich monatelang über die Ausgestaltung der Buddenbrooks diskutiert habe, machen eine Ausnahme,

Andererseits soll man die Stilformen der Vergangenheit auch nicht zu sklavisch, imitieren. Wir mussten zum Beispiel die Hälfte allen Dekors aus dem Buddenbrook-Haus wieder herausräumen, da die erdrückende Fülle der Gemälde, Tischchen, Konsolen und Kästchen sonst als penetrante Karikatur gewirkt hätte. Im Film kann ja der paradoxe Fall eintreten, dass kulturgeschichtlich echtes Dekor auf den Betrachter von heute durchaus unecht wirken kann. Es kommt eben darauf an, nicht nur ein paar Möbel zu arrangieren, sondern das Raumgefühl überzeugend zu gestalten. Bei den Buddenbrooks hatte ich seit langem wieder genug Zeit, das Raumgefühl im Sinne von Thomas Mann auf etwa 500 Skizzen langsam zu entwickeln, bevor die Handwerker an die Ausführung gingen.
Im allgemeinen aber hinkt die Filmarchitektur heute um mehrere Jahrzehnte hinter der Stilentwicklung der darstellenden Künste her, Man gibt dem Filmarchitekten auch keine großen Aufgaben mehr wie seinerzeit beim Letzten Mann. Alles stagniert und ist maßlos langweilig geworden. Vielleicht liegt es an der Monotonie der Filmthemen oder daran, dass niemand mehr wagt, dem Publikum etwas Wirklich Revolutionäres anzubieten. Es müsste aber doch möglich sein, im Film den Anschluß an die Stilrichtung der modernen Photographie zu erreichen und weiterzugeben – auf der Linie etwa die durch die Filme Ein Amerikaner in Paris ( An American in Paris; USA1951; R: Vinecente Minelli) und Moulin Rouge (USA 1952; R: John Huston) vorgezeichnet wurde.
In: Filmforum, Nr. 4, April 1960

Die Vorteile des Plastorama Garutso – Mehrsicht – Verfahrens

Hildegard Knef und O.W. Fischer vor der Kamera mit Garutso-Objektiven

für die Produktion, den Verleih, den Theaterbesitzer, das Publikum.

A) VORTEILE IM AUFNAHME-VERFAHREN (PRODUKTION).
I. KAMERAMANN
1.) Ein Satz GARUTSO-MEHRSICHT-OBJEKTIVE besteht aus den altgewohnten, üblichen Brennweiten wie: 24mm, 30mm, 35mm, 50mm, 75mm
und einem neuen 19mm Objektiv speziell für Großbildwand-Aufnahmen.
Die kurzen Brennweiten der GARUTSO-MEHRSICHTOBJEKTIVE ergeben keinerlei Verzeichnungen, nicht einmal bei kürzestem Abstand des Objektes von der Kamera, auch nicht bei größter Öffnung des Objektivs.

2.) Die Tiefenschärfe und Tiefenwirkung der GARUTSO-MEHRSICHT-OBJEKTIVE ist außerordentlich. Im Gegensatz zu normalen Objektiven wird diese Tiefe bei größter Öffnung erreicht.

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Bericht der Allianz-Film Filiale Berlin vom 10. Januar 1951 für Dezember 1950 – 12/50

Der Umsatz im Dezember hatte den erwarteten, normalerweise bedingten Rückgang zu verzeichnen, jedoch erscheint er bei dem Massenangebot erstklassiger Filme, die seit Oktober auf dem Spielplan stehen, sehr zufriedenstellend.

Premieren im Berichtsmonat
Eigene Filme
6.12. Das Kuckucksei im KIKI.
Dieser Film bekam in Berlin überraschend gute Kritiken, auch die Vermietung für diesen Film ist nicht so schwer, wie man normalerweise annehmen müsste. Im KIKI konnte er trotz der Vorweihnachtszeit 14 Tage auf dem Spielplan bleiben, was als absoluter Erfolg zu verbuchen ist.
25.12. Die Dritte von rechts im MARMORHAUS.
Hierüber sind die Kritiken und Berichte bereits in Ihrem Besitz. Geschäftlich erreichte der Film das gesetzte Ziel voll und ganz. Auch das Publikum, das sich bei diesem Film aus anderen Kreisen, wie sonst am Kurfürstendamm üblich, zusammen setzt, ist zufrieden. Der Film wird bis zum 18.1. einschließlich auf dem Spielplan des Uraufführungs-Theaters bleiben und anschließend für die besten und größten Theater Berlins terminiert. Weiterlesen

Bericht der Allianz-Film Filiale vom 28. November 1950 für November 1950 -11/50

Der Umsatz im Monat November konnte auf der gleichen Höhe wie im Vormonat gehalten werden. Erfreulich ist der Umsatz von dem Film Mädchen mit Beziehungen, während die Ergebnisse von Der Schatten des Herrn Monitor enttäuschen. Es ist auch in diesem Zusammenhang angebracht, darauf hinzuweisen, dass im Augenblick die deutsche Produktion es in Bezug auf die Kriminalfilm-Sujets mit der amerikanischen und in einigen Fällen auch mit der englischen Produktion nicht aufnehmen kann. Den großen Behördenapparat, den amerikanische Produzenten bei Ihren fast als Lehrfilme anmutenden Kriminalfilmen zur Verfügung haben, kann nichts Gleichwertiges auf unserer Seite entgegengestellt werden. Den deutschen Produzenten ist deshalb zu raten, sofern es sich nicht um ausgesprochene Sensations-Drehbücher handeln sollte, die Hände von dieser Gattung Filme zu lassen.
Wie bei den beiden voraufgegangenen Monaten schon berichtet, stellt Wie ein Dieb in der Nacht einen absoluten Versager dar. Bei Gesamtanzeigen des Programms ist es ratsam, diesen Titel wegzulassen.
EPILOG. Dieser Film erreicht nicht die Kassen, die von ihm erwartet werden konnten. Hier haben sich unheilvoll die dauernden durch Schnitt verursachten Änderungen ausgewirkt. Der Film wird selbstverständlich trotzdem in allen Theatern gezeigt werden, die für unsere Filme überhaupt zugänglich sind. Bei der Disposition trat erschwerend hinzu, dass der wertvolle Bußtag- und Totensonntag-Termin nicht wahrgenommen werden konnte. Unabhängig von dem Revue- Film Die Dritte von rechts wird sich die Stärke des Einsatzes von EPILOG in der ersten Hälfte Dezember und im Januar auswirken. Von uns aus sind wir nicht daran interessiert, Termine nach dem 15.12. bis 24.12. einschl. aufzunehmen. Weiterlesen

Bericht der Allianz-Film Filiale Berlin vom 1. März 1951 für Februar 1951 – 2/51

Der Februar 1951 ist der bisher stärkste Verleihmonat der Allianz-Filiale Berlin seit Bestehen der Firma. Trotz einer großen Anzahl von Ballveranstaltungen und für Berliner Verhältnisse ungewöhnlichen Zahl von Kostümbällen, wie sie vor dem Kriege in Berlin nicht üblich waren, konnte dank der Zugkraft des Films Die Dritte von rechts dieser Rekordumsatz erzielt werden. Die errungene Position ist umso bemerkenswerter, als im Februar auf dem Spielplan sehr, sehr viele sog. Geschäftsfilme standen. In verschiedenen Sonderberichten an Herrn Sobel wurden auf die einzelnen bemerkenswerten Filme der Konkurrenz hingewiesen, die auch teilweise im vorliegenden Bericht noch einmal genannt werden.
Premieren im Berlchtsmonat
a) Eigene Filme – keine
b) Filme der Konkurrenz:
2.2. Central-Film Hochzeit im Heu im CINEMA, Nürnberger
Kein schlechter Film, aber durch Start völlig verunglückt und bis heute keinerlei Nachbesetzung.

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Bericht der Allianz-Film vom 3. Februar 1951 für Januar 1951 – 1/51

Der Monat Januar begann sehr erfolgversprechend. Einen absoluten Rekordumsatz für Berlin dürfte der Monat Februar bringen, da ohnehin für Januar praktisch nur 3 Wochen zur Abrechnung gelangen.

Premieren im Berichtsmonat:
Eigene Filme – keine
Filme der Konkurrenz
1.1. Paramount Der besiegte Geizhals in der KURBEL.
Ein sehr netter Bob Hope-Film, dem die Presse ein gutes Urteil gab. Geschäftlicher Ablauf in Ur- und Erstaufführung unbefriedigend.
5.1. National-Film Taxi-Kitty im KIKI.
Netter deutscher Unterhaltungsfilm, der sich 3 Wochen auf dem Spielplan des Kurfürstendamms behaupten konnte und den die Presse freundlich aufgenommen hatte. Nachbesetzung nicht mehr als Durchschnitt.
5.1. Schorcht-Film Vom Teufel gejagt im DELPHI-PALAST.
Der Film wurde in der Uraufführung bereits teilweise abgelehnt, erreichte aber über 10 Tage dank der Besetzung ein besseres Durchschnittsgeschäft. Nachbesetzung zufriedenstellend.
5.1.Paramount California im STUDIO und im Massenstart.
Filme dieser Art sind schon zu Dutzenden gesehen worden. Bewundernswert immer wieder die technische Raffinesse.
9.1. Urban-Film Kleiner Schwindel am Wolfgangsee in mehreren Theatern.
Der Film wurde von der Presse überhaupt nicht notiert. Geschäftlicher Erfolg nicht zu verzeichnen.
9.1. National-Film Das doppelte Lottchen im CAPITOL, Kfd.
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Monatsbericht der Allianz-Film Februar 1950 vom 4. März 1950 – 2/50

Der Umsatz im Februar musste zwangsläufig niedriger als der vom Januar sein, er umfasste 4 Spielwochen. Während dieser Zeit jagte in Berlin, wie auch in Westdeutschland, eine Tanzveranstaltung die andere. Große Besuchermengen lockte auch ein erstmalig in Berlin stattfindendes Freistil-Turnier an. Die Besucherzahl lag täglich zwischen 5.000 und 7.000. Die Verlängerung der Polizeistunde und der erhöhte Verkehr in den Nachtstunden hat in Berlin zum ersten Mal bewirkt, dass die sogenannten Fastnachtsbälle populär wurden. In früheren Zeiten war das nämlich in Berlin durchaus nicht der Fall.
Neue Filme kamen von der IFA nicht zum Einsatz, da sämtliche Filme des Programms angelaufen sind. Von der ALLIANZ FILM GMBH kam als erster Film Gefährliche Gäste in der KURBEL zur Uraufführung, der über den Durchschnitt nicht herausgekommen ist. Ein Film, dem man bereits äußerlich die Sparsamkeit in der Produktion ansieht und für den auch nur eine sparsame Propaganda angebracht erscheint. Trotzdem ist es möglich, dass dieser Film in ca. 60 Berliner Filmtheatern zum Einsatz gelangt. Weitere Abschlüsse können sicher getätigt werden, wenn der Zarah Leander-Film vorführbereit ist.
Bei der Konkurrenz ist der bemerkenswerteste Filmerfolg noch immer Der dritte Mann, der übrigens am 24.2. in die verlängerte Uraufführung ging und ab 3.3. mit 14 Kopien im Einsatz ist. Auch Nachtwache hat erfreulicherweise eine große Resonanz ausgelöst, nicht nur im DELPHI-PALAST, in dem dieser Film zum Hausrekord wurde, sondern auch in den Erstaufführungs-Theatern. Die großen Propagandamittel, die diesem Film zur Verfügung gestellt wurden und die starke Unterstützung beider Kirchen hat sich hier bewährt. Einen Großerfolg erzielte auch unbegreiflicherweise der Wild-West-Film Abenteuer im Wilden Westen, der am Freitag, den 10.2., in 25 Theater gleichzeitig anlief.
Absender unbekannt hat in einer Interessentenvorstellung den Erstaufführungs-Theaterbesitzern gut gefallen, und es ist ein weit besseres Resultat wie mit Gefährliche Gäste zu erwarten.
Der Berliner Uraufführung wohnen die Hauptdarsteller Cornell Borchers. Rudolf Platte, Hubert v. Meyerinck, Marina Ried und der Regisseur Akos von Rathony bei (in mehreren Briefen an Herrn Zobel wurde diese Tatsache bereits mitgeteilt). Weiterlesen

Monatsbericht Allianz-Film Januar 1950 vom 6. Februar 1950 – 1/50

Der Umsatz ist im Januar auf der gleichen Höhe wie im Dezember verblieben. Obwohl allgemein durch Witterungseinflüsse und durch die herannahende Faschingszeit Umsatzrückgänge zu verzeichnen sind, hat sich das in unserem Fall nicht so stark ausgewirkt, trotzdem uns zugkräftige Filme zur Zeit völlig fehlen und wir tatsächlich unseren Umsatz nur durch das Hereinholen aller möglichen Lückentermine halten können. Mit der Vermietung unseres besten Films Die Kartause von Parma haben wir insofern Schwierigkeiten, als die Theaterbesitzer jetzt grundsätzlich gegen zweiteilige Filme sind und der naheliegende Vorschlag, beide Teile in einem Programm zu zeigen, wegen der außerordentlichen Länge abgelehnt wird. Trotzdem haben wir die Kartause von Parma immer im Einsatz. Von den französischen Filmen der Konkurrenz in Berlin lässt sich nur Gutes berichten von König der Nassauer, der 10 Tage in der KURBEL ein sehr gutes Geschäft gebracht hat. Die tolle Miss vom Fortuna-Verleih erzielte mit den 8 eingesetzten Kopien zunächst in den Erstaufführungs-Theatern einen Überraschungserfolg, Jetzt aber sind trotz der reichhaltigen Kopienzahl die Terminierungen rar geworden. Die französischen Filme der Transcontinent La femme du boulanger, La bête humaine, Entre onze heures et minuit sind auf den Spielplänen der Berliner Theater nicht zu finden. Die Transcontinent brachte als ersten amerikanischen Film 3 Mann aus Texas heraus, der zwar in dafür besonders geeigneten Gegenden ein Geschäft werden wird, den die Presse aber fast einstimmig abgelehnt hat.
Das Massensterben amerikanischer Filme in Berlin beweist deutlich, dass Durchschnittsware keinerlei Existenzberechtigung mehr hat. Filme wie Der große Walzer, Gullivers Reisen, Die Wildnis ruft, Erpressung, Belvedere räumt auf, Julia benimmt sich schlecht haben fast keine Nachbesetzung erhalten, obwohl einige dieser angeführten Filme großen Ruf haben. Den größten Erfolg stellt noch immer Der dritte Mann dar, der am Freitag, den 3.2., in die 5. Woche gegangen ist. Auch der diesen Film ablösende Eine Nacht im Separée, BEROLINA-FILM, verspricht ein Kassengeschäft großer Güte zu werden.

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Monatsbericht Allianz-Film August 1950 vom 31. August 1950 – 8/50

In Anbetracht der außerordentlichen Hitzewelle waren die Einnahmen in den Filmtheatern in fast allen Fällen unter Durchschnitt. Ein noch stärkeres Forcieren zwecks Hereinholen von Abschlüssen für den abgelaufenen Monat hielten wir nicht für angebracht, da gerade die wichtigen Sonntagstermine außerordentlich unter der Hitze zu leiden hatten. Vielmehr galt unser ganzes Interesse den Vorarbeiten für die neue Saison, um vor allen Dingen in diesen ertragreichen Monaten unsere Filme, die ohnehin einen sehr schweren Stand haben werden, zu vermieten. Das Interesse an dem Film Epilog von Seiten der Theaterbesitzer ist bemerkenswert. Seit Gabriela ist kein Film auf ein derartiges Interesse gestoßen. Epilog, Manon, Schwarzwaldmädel, Die badende Venus, Die 3 Musketiere, Staatsgeheimnis. Das Privatleben des Don Juan sind im Augenblick die am meisten genannten Filme, hinter denen auch die Masse der Warner-, Fox- und MGM-Filme zurücktreten. Den größten Geschäftserfolg hat der Film Staatsgeheimnis, dessen Besucherzahlen „herbstliche“ Ausmaße erreichen. Wirklich erstaunlich ist der Durchschnitt des Angebots der London-Film, die mit Dieb von Bagdad, Dschungelbuch. Der dritte Mann, Eine Heilige unter Sünderinnen und nunmehr Staatsgeheimnis und in Kürze 4 Federn und Föhn absolute Kassenschlager auf den Markt gebracht hat bzw. bringt. Die amerikanischen Weiterlesen

Monatsbericht der Allianz-Film Filiale für September 1950 vom 5. Oktober 1950

Der Umsatz entwickelt sich erfreulich. war schon Der Mann, der sich selber sucht ein Film, den das allgemeine Publikum freundlich aufnahm, so scheint das bei Mädchen mit Beziehungen noch mehr der Fall zu sein. Obwohl leider noch immer festzustellen ist, das gewisse Oberflächlichkeiten die Filme nicht zum großen Wurf heranführen.
Mädchen mit Beziehungen bekam in Berlin, wie ich Ihnen schon mitteilte, eine sehr gute Presse und lief in den beiden Kurfürstendamm-Theatern STUDIO und BIO sehr gut. Auf dem Spielplan standen immerhin im DELPHI-PALAST AM ZOO Die badende Venus, im KIKI Die Lüge, in der BONBONNIERE Tulsa und in der FILM-BÜHNE WIEN Schwarzwaldmädel. Das große Geschäft in Berlin im Monat September machte Schwarzwaldmädel, obwohl das Publikum allgemein nach Verlassen des Theaters nur von den Melodien entzückt ist. Die große Besetzung dieses Films garantiert bei den Erstaufführungs-Theatern ein großes Geschäft.
Die badende Venus, der 4 1/2 Wochen im DELPHI-PALAST lief, ist als Farb- und Revue-Film noch von keinem deutschen Film zu erreichen, so dass das Rekordgeschäft verständlich erscheint. Staatsgeheimnis, der in der FILM-BÜHNE WIEN eines der größten Filmgeschäfte des Jahres war, hat in den Erstaufführungs-Theatern nicht das gehalten, was man von ihm erwartet hatte, trotzdem ist natürlich Staatsgeheimnis einer von den Filmen, die man als Verleiher wünscht, verleihen zu können.
Das Interesse an unserem Film EPILOG übersteigt das von Gabriela.
Der Schatten des Herrn Monitor enttäuscht im Geschäft, wird aber auf Grund der Tatsache EPILOG sehr gut vermietet werden. Eine Katastrophe geschäftlich ist Wie ein Dieb in der Nacht. Es gibt kein einziges Filmtheater, in welchem dieser Film auch nur eine Durchschnittskasse erreicht. Es erscheint fast unverständlich, warum es eigentlich nicht möglich ist, diesen Film wenigstens einigermaßen durchzusetzen. Zweifellos liegt das zunächst einmal an dem Frühprodukt, Fachleute behaupten sogar, es sei ein 1944 hergestellter Film, und es geschieht natürlich allzu wenig darin, Mit diesem Film haben wir bei jedem der Kunden Beanstandungen. Er muss natürlich gespielt werden, aber übertriebene Propaganda für diesen Streifen kann sich für uns nur zum Schaden auswirken, wie überhaupt die allgemeine Propaganda für den gesamtdeutschen Raum viel individueller vorgenommen werden muss. Man kann einen Film Wie ein Dieb in der Nacht nicht mit EPILOG zusammenbringen, ihm fehlt es an allen Voraussetzungen: Musik, schöne Menschen, Dekoration, Kleider. Lediglich der Witz kann einige Erfolge buchen. Nicht überall gibt es einen Rudolf Platte, der einen schwachen Film herauspauken kann.
Der Hauptmann von Köpenick konnte seinen Überraschungserfolg in den Erstaufführungs-Theatern in den anderen Theatern nicht mehr fortsetzen. Der in Berlin neue United Artist-Verleih (Constantin) hatte auch mit seinem zweiten Film Verrücktes Afrika nur eine sehr schwache Besetzung erzielt. Weiterlesen

Bericht der Allianz-Film Filiale für Oktober 1950 vom 2. November 1950

Oktober ist der bisher erfolgreichste Monat der ALLIANZ-Film. Überraschend gute Geschäfte erzielt der Film Mädchen mit Beziehungen. Diese Art Konfektionsware scheint derzeitig immer noch die Garantie zu bieten für ein überdurchschnittliches Geschäft.
Schwer haben wir es mit dem Film Der Schatten des Herrn Monitor, da Kriminalfilme selbstverständlich von den Amerikanern spannender, abwechslungsreicher und gekonnter herausgebracht werden.
Wie ein Dieb in der Nacht zählt zu den schlechtesten Filmen, die seit 2 Jahren auf dem Markt in Berlin sind und erreicht in keinem einzigen Theater auch nur annähernd Durchschnittskassen.
Der Start EPILOG verlief in Berlin ohne jede Störung, wenngleich die Presse ihn sehr umstritten aufgenommen hat. Stark ablehnende Kritiken der „Neuen Zeitung“, „Tagesspiegel“ und „Kurier“ stehen den gemäßigt freundlichen von „Telegraf“, „Abend“ und „Sie“ gegenüber. Das erwartete große Geschäft blieb jedoch in der FILM-BÜHNE WIEN aus, doch kann man sagen, dass die 16-tägige Laufzeit dem Film keinen wesentlichen Abbruch getan hat, umso mehr, als das gesamte Propagandamaterial für die großen anderen Häuser verwendet werden kann. Obwohl nach der Trade-Show von EPILOG erst ein Schock bei den Theaterbesitzern festzustellen war, „tauten“ sie während der 2. Laufwoche des Films wieder auf. Von größter Bedeutung wird der erste Einsatz in den Bezirks-Erstaufführungstheatern sein.

Premieren im Berichtsmonat
Eigene Filme (Sonderverleih ALLIANZ FILM)
2.10. Treffpunkt Quartier Latin im MARMORAUS.
Wegen der Industrieschau wurde dieser Film vom 2. bis einschließlich 22. Oktober jeden Abend um 10.00 Uhr gezeigt, vom 16. – 19.10. ebenfalls im MARMORAUS im regulären Tagesprogramm. Der Film erhielt ganz ausgezeichnete Kritiken und wird in zwei anderen Kurfürstendamm-Häusern nach dem Start im MARMORHAUS weiter gezeigt werden. Ab 6.11. zunächst im regulären Programm des STUDIO und dann anschließend noch im BIO.
Ein einzigartiger Erfolg eines französischen Films, der natürlich nur für ein ganz besonderes Publikum geeignet ist.
10.10. Wenn man die Schule schwänzt im CINEMA PARIS.
Dieser Film, kein Geschäftsfilm im eigentlichen Sinn, erhielt großartige Kritiken und erzielte ein sehr gutes Ergebnis in der 1. Woche seiner Uraufführung. Der Film ist hier in Berlin vom Schulamt für alle Oberschulen empfohlen worden und wird nach dem Abspielen in den Filmtheatern, die eine Originalfassung zeigen können, für sehr viele Schulveranstaltungen gebraucht werden.
26.10. EPILOG in der FILM-BÜHNE WIEN.
Hierüber wurde nach der Uraufführung Sonderbericht erteilt. Es darf festgestellt werden, dass es bei allen 3 Vorstellungen freundlichen Beifall gab, der nichts ahnen ließ von der ablehnenden Haltung der anwesenden Presse.
13.10. Orphée im MARMORHAUS. (DISCINA).
Einem besonderen Wunsch der DISCINA entsprechend – persönliches Schreiben des Herrn Paulvé liegt vor – wurde Orphée von mir in Berlin vorbereitet. Die Premiere im MARMORHAUS gestaltete sich zu einer der festlichsten Uraufführungen in Berlin überhaupt. Selbstverständlich hat die Anwesenheit des Dichters, dem große Ehrungen zuteil wurden, wesentlich dazu beigetragen. Die Kritiken für den Film sind so überragend und in derartigem Umfang erschienen, dass nur ein Auszug aus den Pressestimmen nicht die richtige Stärke wiedergeben kann.
Mit Ausnahme von Kinder des Olymp dürfte kein Film der gesamten Weltproduktion in Berlin derartige Besprechungen gefunden haben. Obwohl der Film in Westdeutschland im Ring-Filmverleih erscheint, stellten alle Berliner Zeitungen fest, dass es sich um einen ALLIANZ FILM handelt.
In den festgesetzten 3 Tagen im MARMORHAUS hatte der Film 10 ausverkaufte Vorstellungen bei 12 möglichen. Auch die anschließenden täglichen Abendvorstellungen um 10.00 Uhr erreichten Spitzenresultate. Der Film ist nun vom 24. Oktober bis einschließlich 5. November im STUDIO im regulären Programm. Auch hier erzielte er bisher täglich mehr als 2 ausverkaufte Vorstellungen.

Filme der Konkurrenz
2.10. Wiedereröffnung des renovierten MARMORHAUSES mit dem Film Symphonie einer Weltstadt (Berlin, wie es war), Forum-Film.
Eine glanzvolle Premiere in der Gegenwart der höchsten Vertreter der alliierten und deutschen Behörden. Der Film wurde anlässlich der Eröffnung der Berliner Industrie-Ausstellung uraufgeführt. Er erzielte auf Grand des äußeren Rahmens, der ihm beigegeben wurde, in den ersten Tagen einen guten Erfolg, fiel dann aber geradezu katastrophal ab und musste vor der abgesprochenen Laufzeit herausgenommen werden.
Bisher hat dieser Film noch kein Nachspieltheater gefunden.
3.10. MGM Drei Musketiere im DELPHI-PALAST AM ZOO.
Dieser großartige amerikanische Farbfilm, der technisch kaum zu übertreffen ist, konnte sich merkwürdigerweise nur 14 Tage auf dem Spielplan des DELPHI Palast halten. Auch in den Erstaufführungs-Theatern erreichte er nicht den Erfolg, den man von ihm erwartet hat. Die Presse nahm den Film spaßig auf.
5.10. Paramount-Film Sein Engel mit den 2 Pistolen im ASTOR
Großartige amerikanische Wildwest-Parodie, villeicht nicht für den deutschen Geschmack zugeschnitten und dementsprechend auch der Kassenrapport. Presse sehr gut.
6.10. Centfox Schrei der Großstadt im STUDIO und in 15 weiteren Theatern.
Psychologischer amerikanischer Kriminalfilm mit Durchschnittskritiken und auch nur einem Durchschnittsgeschäft.
6.10. Viktoria-Verleih 3 Cowboys und 1 Mädel im HUMBOLDT.
Belanglose Angelegenheit. Film und Verleih ohne Bedeutung. Die Presse nahm den Film gar nicht ernst.
10.10. Siegel Monopol-Film Sensation im Savoy-Hotel im KIKI
Weit unter Durchschnitt liegender deutscher Film. Zehn Tage ein mäßiges Geschäft, bisher kaum nachbesetzt.
10.10. Warner Bros. Der Mann ihrer Träume in der BONBONNIERE.
Amerikanischer Musikfilm mit sehr kitschiger Handlung und unmöglicher Synchronisation. Zehn Tage Durchschnittsgeschäft. Presse ebenfalls nur Durchschnitt.
13.10. Universal-Film Abbott und Costello auf Glatteis in der KURBEL und CINEMA, Nürnberger Strasse. Amerikanischer Grotesk-Film. Diese Art von Humor kommt heute nicht mehr an. Der Film erzielte nur einen durchschnittlichen Erfolg und mehr als mäßige Besetzung in den Nachspiel-Theatern.
13.10. Warner Bros. Des Teufels Pilot NEUE SCALA, BIO, STUDIO und andere Theater.
Mit sehr viel Vorreklame gestarteter Film, der eigenartigerweise geschäftlich weit unter Durchschnitt lag. Presse war wegen der sehr sauberen technischen Aufnahmen wohlwollend.
13.10. Constantin- Film Höllenfahrt nach Santa Fé Massenstart.
Der Film wurde nicht ernst genommen, keinerlei Abwechslung in der Handlung. Presse entsprechend.
16.10. Aka-Film Via Mala im CINEMA PARIS.
Dieser Überläuferfilm, 1945-Produktion der UFA, errang Durchschnittskritiken und kein Durchschnittsgeschäft im Uraufführungs-Theater. Auf Grund der Bedeutung des Romans Pressebesprechungen ausführlich und wie vorstehend angegeben.
17.10. RKO Gangster der Prärie Massenstart im CORSO und vielen anderen Theatern.
Auch ein Wildwester, jedoch von der besseren Sorte. Diese Art Filme sind nur noch zu platzieren durch ihren großzügigen Kopieneinsatz und machen dann in den betreffenden Bezirks-Theatern Durchschnitts- oder Überdurchschnittskassen. Man hat sie aber ebenso schnell vergessen, wie man sie gesehen hat. Nach 30 Abspielungen sind diese Filme dann meist auf dem Spielplan nicht mehr vorzufinden.
18.10. Deutsche London. Film Vier Federn im DELPHI-PALAST AM Z00.
Großartiger Korda-Film, technisch und farbtechnisch nicht zu steigern. Presse wegen der militaristischen Tendenz sehr ablehnend. Sensationeller Weise kein geschäftlicher Erfolg.
20.10. Universal-Film Lied des Orients im MARMORHAUS.
Einer der typisch amerikanischen Musikfilme (klassisch), die dem Musikfreund 1 1/2 Stunden lang Unterhaltung bieten, dem regulären Publikum aber langweilig vorkommen. Keinerlei Erfolg, Durchschnittspresse.
20.10. National-Film. Das Mädchen aus der Südsee im CINEMA, Nürnberger Strasse.
Freundlich aufgenommener kleiner Film. Uraufführung ohne tiefere Bedeutung. Der Film wird einen Achtungserfolg in Berlin erreichen können.
20.10. Paramount-Film Todesfalle von Chicago NEUE SCALA, STUDIO und 9 weitere Theater.
Technisch großartig gekonnter amerikanischer Kriminalfilm, wie sie von uns nicht erreicht werden können, trotzdem aber ist das Publikum dieser Produktion – wenn sie nicht größte Spitze darstellen – müde. Presse ebenfalls nur mittelmäßig.
24.10. Warner Bros. Der Verrat des Surat Khan im ASTOR.
Wieder großzügiger Ausstattungsfilm, sehr an Bengali und Vier Federn erinnernd, deshalb ablehnende Presse und ebenfalls – und das ist ein Mahnzeichen für derartige Produktionen – kein geschäftlicher Erfolg, trotz Errol Flynn, der ja wohl der größte Kassenmagnet in Deutschland sein dürfte, Dass der Film in bestimmten Gegenden trotzdem ein Kassenschläger erster Klasse sein wird, ist nicht anzuzweifeln.
24.10.. Warner Bros. Im Taumel der Weltstadt NEUE SCALA und BONBONNIERE.
Ca.15 Jahre alter amerikanischer Film, aber sehr gekonnt. Pressestimmen wohlwollend, Geschäft dürfte über den allgemeinen Durchschnitt kommen.
26.10. MGM Asphalt-Dschungel im KIKI.
Preisgekrönter amerikanischer Film, ganz große Klasse. Derartige Produktionen sind rein stofflich von uns nicht zu bewältigen. Presse sehr gut, Geschäft wird erstklassig sein. 27.10. RKO Johanna von Orleans im CINEMA PARIS.
Riesenausstattungsfilm mit dem umstrittenen Star Ingrid Bergman. Kein Vergleich mit dem berühmten französischen Film von Dreyer, trotzdem herrliche Farbaufnahmen und dadurch wahrscheinlich in bestimmten Gegenden großer Geschäftserfolg anzunehmen.
27.10. Constantin-Film Spionage in Fernost im CINEMA, Nürnberger Strasse und 7 weiteren Theatern.
Völlig abgelehnter Spionagefilm, der schon aus rein politischen Tendenzen heute nicht möglich ist, zu spielen. Dank des zündenden Titels aber könnte er Überraschungserfolge zeitigen.
27.10. Gloria-Film San Francisco-Lilly Massenstart.
Ein Republic-Film, den man nicht ernst nimmt und der, wenn er seine 30 Tage durchspielt hat, zu den Akten gelegt und vergessen wird.
27.10. Herzog-Film Jetzt schlägt’s 13 im KRONEN und 8 weiteren Theatern.
Völlig unwichtiger Film. Presse sehr schlecht, Publikum ablehnend. Vielleicht in einzelnen Bezirken durchschnittliche Ergebnisse.
31.10. National Film Drei Mädchen spinnen im DELPHI PALAST AM ZOO.
Ich selbst war nicht zur Premiere. Pressestimmen sind unterschiedlich, enthalten aber allgemeines Lob über die Premiere an sich. Begründung: Ein in Berlin hergestellter Film von Carl Froelich, von der AFIFA kopiert, die alte treue Anhängerschaft des Altmeisters des deutschen Films und die gesamte UFA-Belegschaft der vergangenen Jahre. Außerdem jedoch aber sehr sauberer Klassefilm, bei dem das Schlechteste lediglich der Titel ist. Großer Geschäftserfolg in Berlin zu erwarten. Wahrscheinlich das erste positive Ergebnis der NATIONAL-FILM, die übrigens für den Monat November nunmehr MANON ankündigt. Ist es wirklich so klar? Den Gerüchten zufolge soll nämlich NATIONAL-FILM gar nicht mehr so sehr stark interessiert sein. Ist nicht doch etwa MANON für ein Butterbrot für Berlin zu erhalten, nachdem der Blaubart-Film doch gedreht wird, noch dazu in zwei Versionen, in der deutschen mit Hans Albers?!
31.10. Eagle-Lion-Film Die Rivalin in der KURBEI.
Wie alle Eagle-Lion-Filme der letzten 1 1/2 Jahre ohne Bedeutung. Der Film dürfte dank der Popularität des Stars doch Durchschnittserfolge erreichen.
31.10. Central Europäischer Filmverleih Kreuzweg einer Liebe im WINTERGARTEN.
Ein antiquierter schwedischer Film. Hier wird das Publikum auf das übelste durch Sensationseffekte herangezogen. Der Einsatz eines derartigen Films kann nicht seriös sein.

 

Ernö Rapée: Kino New York – Berlin (1926)

Im August 1926 verliess der Dirigent Ernö Rapeée nach einem einjährigen Engagement im Ufa Palast am Zoo Berlin. Fritz Feld verriet er in der BZ am Mittag vom 27. Juli 1926 seinen Wunsch für die Zukunft: „Ein Kino von 10 000 Menschen. Ein Orchester von 250 Musikern. Ein Chor von 150 Stimmen und 400 Scheinwerfer. Das Programm umfasst Film, Oper, Symphonie, Operette, Varieté, Ballett, Kabarett. Es soll nicht länger als zwei Stunden dauern. Von morgens 10 Uhr bis nachts um 12 wird durchgespielt. Eine doppelte Arbeitsschicht, zwei Orchester, zwei Chöre usw. selbstverständlich. Das sind meine Träume. Zunächst wird so etwas nur in Amerika möglich sein; aber was in Amerika heute ist, wird in Deutschland in drei Jahren sein.“

Ernö Rapée ca. 1930

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Victor Holländer: Noch einmal Musik und Film (1920)

Den sehr geschätzten Aufsatz des Herrn Hans Landsberg möchte ich mir gestatten, in einigen Punkten zu ergänzen, resp. zu widerlegen.
Es ist nicht zu leugnen, dass eine Originalmusik zu neuen, künstlerischen Filmwerken eine weite Aufsicht für schaffende Musiker bietet; ich kann mich aber nicht damit einverstanden erklären, dass die Musik jeden wichtigen Einschnitt, jede Bewegung illustrieren muss. – Der Verfasser, der ja die nächsten Filme der Ufa zu komponieren beabsichtigt, wird in der Praxis sein blaues Wunder erleben.
Ich habe dies bei der Komposition der Musik des Sumurun-Films am eigenen Leibe verspürt und bin zu dem Schlusse gelangt, dass die Musik zunächst nur die allgemeine Stimmung des Films untermalen kann; sie kann Stimmungswechsel wiedergeben, darf sich aber keineswegs in Details verlieren. Ich möchte nur auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen, die dem Komponisten verhängnisvoll werden können.
Er ist zum Beispiel bei der Aufnahme eines Tanzes zugegen und mißt die Länge des Tanzes auf das Genaueste; nun aber denkt der Komponist, und der Tausendkünstler Lubitsch lenkt; er schneidet nachträglich den Film; plötzlich ein anderes Bild, währenddessen die Musik den Tanz spielt; nach einer Weile zeigt die Leinewand wieder den Tanz, aber die dazu passende Musik ist vorüber. Tableau! – Oder der Vorführer kurbelt schneller oder langsamer als die Musik gedacht ist; da muss halt der Dirigent die Musik wie einen Kuchenteig in die Länge ziehen – oder galoppmäßig beschleunigen, je nach der Laune des Kurblers. – Auf die Sekunde lässt sich keineswegs die Musik einstellen. – Ganz besonders markante Stellen z.B. ein Fall, ein Schlag, ein Klingelzeichen usw. lässt sich nur dann korrekt musikalisch wiedergeben, wenn der Schlagwerker des Orchesters den Film genau verfolgt und selbstständig eingreift.
Alles in allem gibt es für den Komponisten Möglichkeiten und Anregungen in Fülle, es ist nun seine Sache, die wichtigsten Momente und Stimmungen in der Musik festzuhalten und dem Gefüge einen geistigen Zusammenhang zu geben.

8-Uhr-Abendblatt, 22. Oktober 19201920)

Klaus Pringsheim: Musikalische Filmzukunft (1924)

Mit der üblichen Kinomusik geht es nun wirklich nicht mehr. Das Problem „Künstlerische Filmmusik“ – als Teilproblem der Filmkunst – ist erkannt, ist anerkannt; die Einsicht, dass Musik Teil des Filmwerks, nicht Zutat der Vorführung, Sache der Produktion, nicht erst des reproduzierenden Theaters zu sein hat, beginnt zu dämmern; das musikalische Gewissen der Produktion ist erwacht.
Noch ist Filmmusik unentdecktes Neuland; aber der Wille, es zu entdecken, regt sich, der artistische Reiz unerschlossener Probleme übt seine Wirkung. Unnütz, heute die Ästhetik der kommenden Filmmusik ergründen zu wollen; nur aus Beispielen, Versuchen, Irrtümern werden Regeln, wie es zu machen und wie es anders zu machen, sich gewinnen, werden Gesetzmäßigkeiten des filmmusikalischen Geschehens sich abstrahieren lassen. Wir sind heute dabei, Erfahrungen zu sammeln. Und wir erfahren, das weit problematischer als das Problem der Komposition die praktische Frage der Ausführung und der Verbreitung ist; die Schwierigkeiten, die kompositorische Aufgabe zu lösen, sind, um die Wahrheit zu sagen, eine Bagatelle, gemessen an den Schwierigkeiten, die dem Komponisten gemacht werden.
Alles künstlerisch Neue, Gottseidank, hat die Tendenz, sich durchzusetzen, muss die Kraft haben, sich nicht sabotieren zu lassen. Solche Tendenz, das Neue zu sabotieren, besteht allemal – es ist der passive Widerstand der Trägheit, Bequemlichkeit, Gewohnheit, verstockten Ungeistigkeit. Wer vertritt, wer übt, wenn es um Filmmusik geht, diesen Widerstand? Selbstverständlich nicht der Produzent, der Geld und Mühe aufgewandt hat, die Musik schreiben und (für die Uraufführung) einstudieren zu lassen. Selbstverständlich das Theater, dem das weitere Schicksal des Films überantwortet ist. Welchen Grund, fragt sich dessen Direktor, denn er ist, was den Ernst und die Reinheit seiner künstlerischen Ziele betrifft, ein gehobener (Ins Großunternehmertümliche gehobener) Schaubudenbesitzer – welchen Grund hätten wir, dem Publikum, dass sich bei der bisher üblichen Sorte Musik wohl fühlt, höhere musik-künstlerische Bedürfnisse beizubringen?
Gewiss, das Publikum hätte schließlich nichts dagegen, all den abgestandenen Unfug sich abgewöhnen zulassen, die ewigen Butterfly-Potpourris, die kitschig missbrauchte H-Moll-Sinfonie, das wahllos, stillos, gewissenlos zusammengestellte Zeug, den Schund, den Ersatz, dies einförmige Kunterbunt widerkünstlerischer Unzulänglichkeit. Nur eben: man gewöhnt es ihm nicht ab. Das Filmtheater ist keine kunst-moralische Anstalt. So denkt, wenn er denkt, der Direktor. Welchen Grund also hätte sein Kapellmeister, sein Orchester, besondere, ungewohnte Anstrengung aufzubieten? (Obgleich es nicht immer die schlechtesten Musiker sind, die sich heute aus der Verelendung ihres Standes in den sicheren Unterstand des Filmtheaters geflüchtet haben.)
Darum keinen Vorwurf gegen den Filmtheatermann, sein Standpunkt ist logisch und ehrlich, er heuchelt nicht Prätentionen, die ihm das Geschäft verwirren würden; er ist kein Mäzen, er ist ein Kaufmann, der mit Filmreproduktionen handelt, und kennt nur ein Argument: Gangbarkeit der Ware. (Darum auch nur: Musik, wie sie dem kaufenden Publikum eben recht.)
Künstlerische Verpflichtung bleibt in den Bezirk der Fabrikation gebannt. Wie also, soll in Zukunft der Fabrikant sich ausbedingen: diesen Film nicht ohne diese Musik-? Vielleicht ließe, von Fall zu Fall, ein Theater mit sich reden, würde, um der Films wegen (selbstverständlich nicht: um der Musik willen), die Musik in Kauf nehmen. Aber wann hat der Produzent Gelegenheit, mit Theater zu reden? Zwischen Produktion und Reproduktion schiebt sich, vermittelnd, trennend, der Verleiher; der sorgt dafür, dass von allen künstlerischer Ambition, die der Fabrikant seinem Erzeugnis vielleicht mit auf den Weg gegeben, nichts übrig bleibt. vielleicht

Der Verleiher – mit seinen Zielen verglichen sind die des Filmtheaters heilig-ernsteste Kunst – die Welt ist ihm Absatzgebiet seines Artikels, und er hat sie in Rayons erteilt; das ist alles, was er von der Welt wissen will. Musik? Gott soll schützen (Gott schütze alle Musik vor Filmverleihern).
So geht es nicht, und so geht es nicht. Aber irgendwie, trotz allem, wird es gehen müssen. Das Neue – heute kann es nur, mit einem lächerlich unzureichenden Schlagwort, „künstlerische Filmmusik“ genannt werden – das Neue wird sich durchsetzen, wird sich nicht von sekundären Widerständen unterdrücken lassen. Eines Tages wird irgendeine Filmmusik, Gott weiß, welcher Richard Strauß sie schreiben wird, „Erfolg“ haben, die Leute reden mehr von der Musik als vom Film, die Theater drängen sich, sie zu spielen, und am Ende ist sie gar ein Objekt für Verleiher geworden, dann werden, über Nacht, Filmpublikum und Filmindustrie ihr musikalisches Gewissen entdeckt haben. In der Tat: wird dies geschehen? Noch lockt Filmmusik den Musiker fast nur als artistisches Abenteuer. Fraglich ist, ob der Film je die werkende Kraft besitzen wird, die Musik der Zeit in seinen Bereich zu zwingen. Er wird die entscheidende Anstrengung nicht scheuen dürfen; oder die Filmmusik, die noch immer nur Verheißung, kommende Kunst, ein Stück Zukunft ist, geht an ihrer Ohnmacht zu Grunde: An ihrer Ohnmacht, die Musik auszulösen, ohne die, nichts für ungut, sie bestenfalls eine halbe Sache bleibt.

8 Uhr Abendblatt, Berlin, 9. Januar 1924, Nr. 7

Hans Landsberger: Verfilmte Musik oder musikalischer Film 1920

Titelblatt der Originalmusik zu Der Golem, wie er in die Welt kam

Über die Beziehungen von Film und Musik ist so vieles in Fach- und Tagespresse in letzter Zeit geschrieben worden, dass es mir nunmehr an der Zeit zu sein scheint, diese Frage öffentlich einmal vom wissenschaftlichen und künstlerischen Standpunkt zu beleuchten. Berechtigterweise hat man – ich möchte sagen instinktiv – schon seit den Anfängen der Kinematographie dazu gegriffen, zu den Filmvorführungen eine Musik spielen zu lassen. Wenn nämlich die optische Wahrnehmungsfähigkeit des Beschauers vom rein Bildhaften des Photographischen dazu übergegangen ist, sich auf die Bewegung einzustellen, ist es nur natürlich, dass sich im menschlichen Gehirn die Assimilation mit dem akustischen Bewegungsmoment, das durch die Musik dargestellt wird, auf das leichteste und angenehmste vollzieht. Diese Zusammenwirkung wird um so enger sein, wenn besonders erregende Momente wie das Dramatische oder Komische auftreten, die dann ihrerseits wieder durch die musikalische Parallele (Musik ist ja der beste Schilderer aller dieser Vorgänge) unterstrichen und gehoben werden. Wenn also feststeht, dass das Wesentliche am Film übereinstimmend mit dem Wesen der Musik die Bewegung ist, so handelt es sich in praxi eigentlich nur noch um die Frage, welcher Art denn die Begleitmusik eines Films zu sein hat, um den bewussten oder unbewussten Forderungen des Zuschauers zu entsprechen. Die Lösung ergibt sich eigentlich von selbst. Ein Musikstück gibt unter einem bestimmten Gesichtspunkt (nämlich seinem Titel) dem menschlichen Auffassungsvermögen freien Raum, sich zu der musikalischen Bewegung seine Gedanken (resp. Worte) selbst zu bilden; auch der Film schaltet – leider noch viel zu wenig! (siehe die vielen Filmtitel zwischen den einzelnen Bildern!) – das gesprochene Wort aus und ersetzt es gleichfalls durch Bewegung. Wer also – wie die Versuche von Film-Oper und –Operette – versucht, das aus der Bewegung glücklich ausgeschaltete oder durch sie abgelöste Wort wieder einzuführen, verstößt gegen einen wesentlichen Grundsatz der Weiterlesen

Titelregister der IFA-Berichte

Bis auf drei Filme konnten alle Titel identifiziert werden.

1 x 1 der Ehe. 1949. R: Rudolf Jugert 12/49
3 x Komödie. 1949. R: Viktor Tourjansky 4/Sonder/49

Abenteuer in der Südsee (Son of Fury: The Story of Benjamin Blake) USA 1942. R: John Cromwell 6/49
Adieu Cherie. F 1946. R: Raymond Bernard 4/49
Affäre Blum. 948. R: Erich Engel Sonder 49
Alibi (L’Alibi). F 1937. R: Pierre Chenal 7/49
Andere,Die. 1949. R: Alfred E. Sistig 8/49
Anonyme Briefe. 1949. R: A.M. Rabenalt 3/49
Arabische Nächte (Arabian Nights). USA 1942. R: John Rawlins 12/49
Artistenblut. 1949. R: Wolfgang Wehrum 12/49
Arzt und Dämon. (Dr. Jekyll and Mr. Hyde). USA 1941. R: Victor Fleming 4/49

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Bericht der IFA-Filiale Berlin für Dezember 1949, erstellt am 8. Januar 1950

Film-Abschlüsse/ Film-Umsatz:
Der Umsatz hat sich im Dezember fast auf gleicher Höhe gehalten wie im Vormonat. Die Weihnachtswoche lag diesmal besonders ungünstig, darum war auch das Weihnachtsgeschäft nicht das, was zu einem großen Teil erwartet wurde.
Der Dezembermonat stand völlig im Zeichen des amerikanischen Films in Berlin. Genau 24 Interessenten-Vorstellungen fanden hintereinander statt mit 48 Filmen. Auch der Einsatz amerikanischer Filme war besonders stark.
Die MPEA hat versucht, mit allen Mitteln bis zum 31.12. noch ihre Filme abzustoßen, und es ist ihr wohl auch zum größten Teil gelungen. In einem Sonderbericht hatte ich bereits auf diesen umfangreichen Einsatz amerikanischer Filme hingewiesen.
Da die Situation der Firma noch nicht klar erkennbar ist und über das tatsächlich feststehende Programm eine Veröffentlichung auch nicht erfolgte. müssen wir auch im Januar mit einer gewissen Zurückhaltung arbeiten.

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Bericht der IFA-Filiale Berlin für August 1949, erstellt am 6. September 1949

Dieser Bericht ist nicht vollständig überliefert. Er bricht am 2. September 1949 ab. Nicht eruiert werden konnte der Originaltitel des Films „Der große Regen“, der in keiner Fachzeitschrift besprochen wurde.

Im August wurden einige Filme neu herausgebracht und damit eine stärkere Terminierung unserer Filme für die folgenden Monate erreicht. Das Wetter in Berlin lässt Kassenrekorde oder andere geschäftliche Höhepunkte nicht zu. Wir sind zufrieden, dass wir umsatzmäßig in Berlin hinter der MPEA und Schorcht rangieren und alle anderen Verleih-Unternehmen beträchtlich hinter uns zurückgeblieben sind. Die Kino-Theater zeigen durchschnittlich – ob Spitzenfilm, Durchschnitts- oder schwächerer Film – noch immer den gleichen Umsatzrückgang. Theater mit Ergebnissen von 50 % bilden durchaus die Spitze. Nur wenige amerikanische und deutsche Filme haben genügend Anziehungskraft, zum normalen Kinobesuch anzuregen.

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Bericht der IFA-Filiale Berlin für Juli 1949, erstellt am 9. August 1949

Der Monat Juli ist bei allen Verleih-Unternehmen in Berlin der bisher schlechteste gewesen. Wir haben in einigen Sonderschreiben an Sie zum Ausdruck gebracht,dass wir auch nichts gewonnen hätten, wenn die zugkräftigsten Filme unseres Programme uraufgeführt worden wären. Der außerordentliche Rückgang hängt zunächst noch immer mit dem Einkaufshunger der Bevölkerung zusammen, mit einem absoluten Geldmangel und nicht zuletzt mit dem herrlichen Wetter. Doch schon heute dürfen wir die Hoffnung haben, dass der Tiefstand überwunden ist. Dass wir im Juli keine Filme herausgebracht haben, werden Sie verstehen können, da die besten amerikanischen und deutschen Kassenschlager, die normalerweise als solche anzusprechen wären, nur unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt haben.
Mit der Vermietung der neuen Filme ist begonnen worden. Wir konnten Ihnen mitteilen, dass sämtliche Filme für die Uraufführungs-Theater vergeben sind, mit Ausnahme der hier noch nicht eingetroffenen Filme Flüchtig und Im Schatten einer Lüge. Eine Anzahl der Filme des Programms sind für Berlin nicht mehr neu. Die Filme Schweigen ist Gold, Die schöne Unbekannte, Die zünftige Bande, Zwei in Paris, Ritter der Nacht, Unter falschem Verdacht, Christiane, Die Frau am Kreuzweg, Der Weg zur Hölle und Alibi wurden teilweise unter anderem Titel bereits in der Zeit von 1945 bis 1948 in Originalfassung mit deutschen Untertiteln ausgewertet. Eine Auswertungsmöglichkeit besteht für alle diese Filme jedoch noch im britischen Sektor von Berlin und in einem großen Teil des amerikanischen Sektors. Für den französischen Sektor, jetzt insgesamt 34 Theater, scheiden diese Filme aus. So muss deshalb gebeten werden, bei Fertigstellung der deutschen Fassungen der Filme Der Doppelgänger, Der Doppeladler, Nicht schuldig, Herzklopfen diese sofort nach Berlin zu geben, damit sie noch vor Veröffentlichung des Sommerprogramms in Berlin ausgewertet werden können. Weiterlesen

Bericht der IFA-Filiale Berlin für Juni 1949, erstellt am 19. Juli 1949

Durch die Transportsperre sind Erschwerungen in unserer Disposition eingetreten, vor allem deshalb, weil einige sehr dringend erwartete deutschsprachige Kopien nicht eintrafen. Der Mangel an Kopien, der nun nach der Zusage der Generaldirektion behoben wird, hat einen großen Anteil am Umsatzrückgang gehabt, obwohl selbstverständlich Geldmangel, augenblickliche Zeitumstände und das Sommerwetter ein übriges dazu tun. Keinesfalls aber ist daran schuld das starke Angebot der anderen Verleihunternehmen. Die MPEA, die jetzt mit allen Mitteln versucht, alle verfügbaren Uraufführungstheater für sich zu beanspruchen, muss mit Erstaunen feststellen, dass ihr durch andere Verleihunternehmen der Weg erschwert wird. Es soll nicht verschwiegen werden, dass die neue Staffel der MPEA, von der gestern der Sensationsfilm Im Zeichen des Zorro anlief, außerordentlich starke Geschäfte verspricht. Weiterlesen

Sonderbericht der IFA-Filiale vom 1. Juni 1949 – S6/49

Die schwierige Situation in Berlin zwingt uns, diesen Sonderbericht für Sie abzufassen.

Nachdem wir am 12. Mai vor der erfreulichen Tatsache standen, dass viele große Schwierigkeiten behoben zu sein schienen, trat schon in der zweiten Woche eine Verschlechterung der politischen Verhältnisse ein, die dann zum Eisenbahnerstreik geführt hat. Die S-Bahn von Berlin, das wichtigste Verkehrsmittel innerhalb unserer Stadt, steht still. Stellen Sie sich vor, dass z.B. von Frohnau niemand mit der S-Bahn in das Stadtinnere gelangen kann, oder vom südlichen Zipfel (Südende) nach Lichtenberg, oder von Wannsee nach Neukölln. Dieser Streik, der zwar allgemein als unbedingt notwendig erachtet schien, schädigt unsere Geschäftsinteressen in einem unvorstellbaren Maße.
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Bericht der IFA-Filiale Berlin für April 1949, erstellt am 16. Mai 1949 – 4/49

I. Film-Abschlüsse
Wir haben gewisse Schwierigkeiten, Filme in den Erst- und Zweitaufführungstheatern zu placieren, da alle Kunden den Maßstab des Films, den sie zu spielen wünschen, an die deutsche Fassung der Filme anlegen. Von den in letzter Zeit angelaufenen Filmen Der Doppeladler, Capitaine Fracasse gibt es z.B. solche nicht d.h. noch nicht und von Halsband der Königin ist die technische Wiedergabe durchaus als gelungen zu bezeichnen, das Kopienmaterial jedoch wirkt verschleiert und unklar. Sofern die Berliner Verhältnisse sich wieder den normalen nähern, müssen wir auch unbedingt von jedem der angelaufenen Filme sofort zwei bis drei Kopien zur Verfügung haben. Diese Tatsache wird jedoch auch der Generaldirektion durch Erfahrungen in anderen großen Städten Deutschlands hinreichend bekannt sein. An die Synchronisation französischer Filme muss aber – und das habe ich in einigen gesonderten Schreiben zum Ausdruck gebracht – der strengste Maßstab angelegt werden. Von den in München synchronisierten Filmen ist man bei keinem der Verleih-Unternehmen, so auch der amerikanischen und englischen Filme, zufrieden gewesen. Es gibt einige Fachleute, die in dieser Hinsicht Behauptungen aufstellen, die nahezu unglaubhaft sind. Sie lassen sich jedoch in einem Brief, vor allen Dingen ohne Angabe des Quellenmaterials, nicht niederlegen. Weiterlesen

Bericht der IFA-Filiale Berlin für März 1949, erstellt am 15. April 1949 – 3/49

Monatsbericht März 1949
Der Umsatz im Berichtsmonat für die französischen Filme ist nur um 11.000,– geringer als im Monat Februar, wobei die dritte Währungsreform den entscheidenden Anteil am Rückgang hat.

Zur Zeit befinden sich eine größere Anzahl schwacher Filme im Einsatz. Die stärkeren Publikumsfilme sind in den wichtigen Erst- und Zweitaufführungs-Theatern bereits eingesetzt gewesen. Es bleibt dabei erstaunenswert, dass Der Graf von Monte Christo, der in Berlin allein von 150 vorhandenen Filmtheatern in den 3 Westsektoren in 138 Theatern gespielt wurde, in der Zeit vom 1.1.1949 bis 31.3.1949 die hervorragende Besucherzahl von 272.910 erzielte. Auch Martin Roumagnac und Der unbekannte Sänger erweisen sich als weiterhin publikumsstark. Narcisse und Unter falschem Verdacht erscheinen nun in den kleineren Theatern. Beide Filme werden 100 Abspielungen bei 150 Theatern in Berlin, die zur Verfügung stehen, erreichen. Das sind Zahlen, die normalerweise nur für die allergrößten Revue- und Sensationsfilme in den Vorkriegszeiten und bisher aufzuweisen sind. Auch die Ergebnisse mit den Filmen Adieu Chérie, Carmen, Der Doppelgänger, Engel der Nacht, Die grosse Illusion, Die Lüge der Nina Petrovna, Narcisse, Unter falschen Verdacht sind durchaus erfreulich, wobei zu bemerken ist, dass Der Doppelgänger und Die grosse Illusion bisher nur in der Originalfassung vorliegen.

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Bericht der Ifa-Filiale Berlin für die Zeit vom 1.1. bis 31.8. 1948

26. August 1948

Die Ifa-Filiale Berlin hat ihre Position in Bezug auf das deutsche Wirtschaftsleben und in kultureller Hinsicht gegenüber dem Jahre 1947 noch vergrößern können. Der Name IFA ist für jeden Berliner, auch der anderen Sektoren, zu einem festen Begriff geworden. Er verbürgt vor allen Dingen eine hervorragende Kundenbedienung, Anerkennung bei den Theaterbesitzern im allgemeinen und genießt großes Ansehen bei Personen, die innerhalb der deutschen Filmwirtschaft, des Theaterlebens eine Rolle spielen. Die Verleihleitung der Ifa Berlin war von jeher bereit, keine Mühe zu scheuen, um selbständig, möglichst ohne Unterstützung der Militär-Regierung, Schwierigkeiten zu beheben. Ende des Jahres 1947 konnten Beobachter die Feststellung treffen, dass das Wirtschaftsleben sich in Berlin im Aufstieg befand. Ein Stillstand trat ein, als die erste Krise der Alliierten sich für die Deutschen spürbar machte. Trotzdem ist keinerlei Rückgang in der Entwicklung der Ifa in finanzieller Hinsicht und auch in anderer Beziehung eingetreten. Die Besucherziffern für die Filme der Ifa sind: Weiterlesen

Leopold Jessner – Intendant des Staatlichen Schauspielhauses, Berlin

Leopold Jessner (1878 – 1945)

Ich halte nichts von den sogenannten expressionistischen Experimenten, mit denen uns der Film so gerne imponieren und reizen will und finde, dass Versuche und Spielereien dieser Art als dem, was wir als tiefsten, innersten Ausdruck einer künstlerischen Weltanschauung und als konzentrierten Ausdruck einer in uns lebenden Kunstwelt fühlen und empfinden im allergünstigsten Fall nichts als das Geräusper und Gespuck auf die Leinwand kommen kann. Ich glaube also demnach, dass die sogenannten expressionistischen Filme das Schicksal aller Modetorheiten und liebhaberischen Übertreibungen haben werden. Dagegen kann man meiner Meinung nach dem Filme keine besseren Dienste leisten, als wenn man ihn ständig in seinen Photographien zu verbessern und zu verfeinern strebt. Auf dieser Linie scheinen mir noch die allergrößten Möglichkeiten zu liegen. Man sollte sich offen und ehrlich zu dem bekennen, was der Film zu bieten vermag, ohne zu versuchen, ihm ein – schamhaft posierendes Mäntelchen umzuhängen, dafür aber Phantasie, Intelligenz und Geschmack in den Dienst der Sache stellen und auf diese natürlich und dem Wesen des Films entsprechende Weise die dringend erwünschte Veredelung dieses augenblicklich populärsten und weitreichendsten aller Unterhaltungsmittel herbeiführen helfen.
Die von Ihnen angeregte Reform in der Behandlung der Film-Manuskripte ist wohl an sich dringend erwünscht, wenn ich auch freundlich glaube, dass nur in den allerseltensten Fällen eine mehrfache Inszenierung desselben Manuskriptes zu erreichen sein wird. Das Charakteristische dieser Industrie ist doch ihr ungeheurer Stoffmangel und die Sucht des Publikums, immer wieder neue Kombinationen zu sehen, selbst, wenn es sich immer wieder um dasselbe Grund-Thema handelt. Ein gutes Theaterstück kann man immer wieder neu genießen, einen Filmtext kaum. Das Auge wird müde, da die sprechende Seele fehlt.“

Nationalzeitung – 8 Uhr Abendblatt. 15. 7. 1920

Georg Engel – Schriftsteller

Georg Engel (1866 – 1931)

Es ist mir ganz klar, dass zu den vielen Unveränderlichkeiten und erstorbenen Petrefakten innerhalb der Kunstbeurteilung, die trotz Revolution und Weltenwende dumm, leer und anspruchsvoll stehen geblieben sind, an erster Stelle der Gemeinplatz von der Kunstlosigkeit des Films gehört. Man will eben noch nicht sehen, dass der Film seine eigene Ausdrucksform besitzt, die sich eben nur durch das Bildhafte, durch Licht, Schatten und Bewegung äußern kann. Er gibt infolgedessen nicht den Gedanken und vermag ihn keineswegs zu erschöpfen, sondern er umschreibt ihn – durch die Bildsprache, genau so, wie frühe Völker ihre Schrift sich in Bildern ausleben ließen. Es wird daher dem Film in seiner höchsten Gestaltung immer etwas Naives und Rudimentäres anhaften, das aber, wie alles Geschehen, dem einfachen Volksempfinden leichter eingeht als die begriffliche Beweisführung. Man sollte deshalb nicht gar so niedrig von dem „Geschehen“ denken, schreibt doch ein nicht ganz unwürdiger Denker und Dichter der Deutschen:
„Mir hilft der Gruß, auf einmal seh ich Rat,
Und schreibe getrost: im Anfang war die Tat.“
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Karl Heinz Martin. Regisseur der Reinhardt-Bühnen

Die Verspätung meiner Antwort liegt daran, dass die Frage mich erst auf Umwegen erreichte. So erhielt ich freilich auch die Gelegenheit, zugleich schon auf die Gedanken der ersten Ihnen zuteil gewordenen Antworten eingehen zu können.
Ihr Vorschlag beruht auf der richtigen, auch mir geläufigen Einsicht, dass der Film, dass Werte und Möglichkeiten des Filmes im Manuskript und beim Manuskript beginnen; er scheint mir aber dann durch die übliche Verwechslung des Theaters mit der Filmkunst irre geleitet zu werden. Der Aufbau des Filmmanuskriptes auch als literarischer Gattung – als solche sehe ich es durchaus an – ist von dem des Dramas so verschieden, wie ihre Ausführung auf der Bühne und vor dem Aufnahmeapparat verschieden sind und so verschieden muss ihre Behandlung sein. Ich will von den wirtschaftlich-industriellen Bedingungen, die beim Film heute eine größere Rolle als beim Theater spielen, ganz absehen, obwohl schon an ihnen die Ausführung Ihres Vorschlages scheitern muss. Aber allein eine technische Bedingung verbietet sie – die, welche schon Rudolf Kayser anführte, dass nämlich das Drama an einem Theater bleibt, der Film aber in jede Straße kommt.
Die Hindernisse beginnen aber noch tiefer. Da das Filmspiel, das vom Theaterspiel recht verschieden ist, die primitiv leiblichen künstlerischen Instinkte – die nicht wertloser sind als die differenzierten – freimacht, auch die „komödiantischen“ des Schauspielers, wird der Film in ganz anderer Weise als das Drama, bei dem freilich auch Schiller diese Rücksicht nahm – dem einzelnen Schauspieler „auf den Leib“ und für den einzelnen Regisseur geschrieben sein. Die Rolle Asta Nielsens wird Henny Porten weder spielen wollen noch spielen können, und Asta Nielsen werden gerade ihre wertvollen künstlerischen Fähigkeiten eine Rolle verbieten, die der Henny Porten liegt. Was Sie vorschlagen, ist reizvoll für Fachleute und mehr eine interessante Probe als ein Experiment, und Experimente zwar, aber nicht Studien darf man dem Publikum vorsetzen.
Experimente zwar reizen gerade mich, und für mein Gefühl und meine Erwartungen wird gerade im Film, der gewisser als alles das Reich der unbegrenzten Möglichkeiten ist, zu wenig experimentiert. Nicht auf dem technischen Gebiete freilich, wie Herr Leopold Jeßner meint. Die Photographie, die Tricktechnik und alles sind außerordentlich weit und entwickeln sich selbstsicher rapid weiter, dazu habe ich, nach dem, was ich sehe und tue, alles Vertrauen. Aber nützt die Regie diese unbegrenzten Möglichkeiten aus? Sie erschöpft sich in längst konventionellen, nur formal gebändigten Massenszenen und immer banalen Großaufnahmen. Spielt sie genug und ernst genug diese Architektur aus Menschenleibern? Ist der Filmregisseur mit dem Apparat, der hier sein Auge sein muss, hinter der Ekstase der Schauspieler her?
Und das Manuskript. Wie arm mit Stoffen gefüllt ist dieses Reich der unbegrenzten technischen, bildnerischen und fabulierischen Möglichkeiten! Eifersuchtskonflikte, Ballszenen und gestohlene Briefe. Fällt den Dichtern nichts anderes ein, und wollen sie immer weiter höchstens die Reize auch nicht mehr unbekannter Milieus wirken lassen?
Nein, sie sollen, gerade wie der Regisseur, aus den Bedingungen des Films phantasieren. Die sind schon ernsthaft untersucht, ich darf an Aufsätze zum Beispiel der Neuen Schaubühne, etwa an meines Mitarbeiters Rudolf Leonhard „Bemerkungen zur Aesthetik und Soziologie des Films“ erinnern [Dreden, Heft 1, Jg. 2, Januar 1920]. Lassen Sie mich ein Paradoxon daraus zitieren: „Der Film ist eine selbständige literarische Gattung – innerhalb der bildenden Kunst“. Er ist eine Dichtung, die aus einer Bilderfolge besteht. In dieser und in diese soll der Filmdichter phantasieren und experimentieren. Mit „Expressionismus“ gerade so viel und gerade so wenig wie das Theater und wie die Literatur selbst. Verlangt ein Film den Stil, den man mit einem missbrauchten Schlagwort „expressionistisch“ nennt, so soll er ihn beim Dichter haben und wird ihn beim Regisseur finden. Es ist einer der Wege zu seiner Reise. Die aber, die jetzt zu beginnen scheint, wird seine frischeste Jugend sein. Die jungen Autoren, deren Exkludiertheit Herr Cassirer und deren Exklusivität ich beklage, suche ich gerade. Wo sind die jungen Dichter, die mir neue Filme schreiben, aber nun auch wirklich neue, nicht nur Variationen der alten, und wer lässt sie mit mir zusammen experimentieren? Nicht nur auf dem grotesken und romantischen Gebiete; vom kindlichen Sentimentalismus zynischer Exzentrik will ich, wenn sie Gefühle und Schicksale in Bilderfolgen ausdrücken können und mit mir künstlerisch aus dem Objektiv denken wollen, mit ihnen durch das Reich der unbegrenzten Möglichkeiten hin – darstellen. Denn gedruckt dürfte der Film erst nach der Herstellung werden. Erst retrospektiv darf er, ein selbständiges Literaturwerk auf dem Bilderstreifen, in die allgemeine Literatur zwischen den Buchdeckeln eingehen. Die Filme, die Herr Cassirer vorschlägt und vorbereitet, scheinen mir Buchfilme zu sein, die sich zum Film wie das Buchdrama zum Theater verhalten (und so wenig wie „Buchdrama“ ein Einwand gegen ein Drama ist, soll dies ein Einwand gegen sie bedeuten). Es braucht gar nicht das Experiment des szenischen Wettbewerbes mehrerer Filmfabriken; eine genügt, wenn sie ihrem jungen Dichter und ihrem jeweiligen Regisseur freie Hand lässt, und wenn der Dichter, zu optischer Richtung seiner Phantasie, zu „Bildhaftigkeit in einem ganz neuen, beweglichen und bewegten, erst durch den Film ermöglichten Sinne entschlossen, sich dem warten Regisseur gesellt.
Und auch an Sie, Herr Redakteur, habe ich eine Bitte: Befreien Sie den „Filmteil“. Lassen Sie die Filmkritik aus dem lokalen Teil in die Nachbarschaft der anderen Künste übersiedeln. Auch wir brauchen einander.

Nationalzeitung – 8 Uhr Abendblatt, 8. August 1920

Kann der deutsche Film besser sein?

In seiner Sendereihe „Das Gespräch des Monats“ hatte das NWDR-Fernsehen am 30. November zu einer Diskussion des Themas „Kann der deutsche Film besser sein?“ eingeladen. An der Diskussion nahmen u.a, teil: Horst von Hartlieb (Verleiherverband), Alfred Rauschenbach (Produzentenverband), Dr. Günter Schwarz, Dieter Fritko (Export-Union), Hans Wiese (Spio), Walter Koppel, Dr. Toni Schelkopf, Hans-Georg Dammann (Produktion), Alf Teichs (Verleih-Dramaturg), Volker von Collande (Regisseur) sowie als Mitglied des Bundestagsausschusses für Presse, Film und Funk, MdB Georg Kahn-Ackermann. Außerdem sah man Vertreter des Filmkontors, der Treuhand, Produktions-und Verleihmitarbeiter, Kritiker und filminteressierte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. In seinen Eingangsworten betonte der Diskussionsleiter, Oberstaatsanwalt Dr. Kramer, dass die Fragestellung des Diskussionsabends nicht polemisch aufzufassen sei – dennoch begann Walter Koppel die Debatte mit der Bemerkung, daß die Veranstalter durch ihr Thema unterstellten, der deutsche Film sei schlecht. Weiterlesen

Paul Cassirer – Kunsthändler, Verleger

Paul Cassierer (1879 – 1926)

So interessant Ihr Vorschlag ist, die Filmmanuskripte mehreren Filmfabriken zur Aufnahme zu übergeben, so dass, wie im Theater, der Film von den verschiedenen Filmschauspielern dargestellt wird, so glaube ich leider nicht an die Verwirklichung dieser Idee; denn die Filmfabrik verhält sich zum Filmmanuskript nicht so wie das Theater zum Dramenmanuskript. Der Weg des Dramenmanuskriptes ist im allgemeinen folgender: Die Herstellung des Buches durch den Verleger, die Aufführung durch ein oder mehrere Theater. Der Weg des Filmmanuskriptes dagegen ist ein anderer. Das Filmmanuskript geht direkt zum Filmfabrikanten; der Filmfabrikant führt den Film „aus“, das Filmtheater führt den Film „auf“. Was beim Theater ein Organ ist, zerfällt beim Film in zwei Stationen. Nun sind die Unkosten nicht, wie beim Theater, am größten bei der Aufführung (die Aufführungskosten sind verhältnismäßig sehr klein), sondern bei der Fabrikation, d.h. bei der Ausführung. Eine mehrfache Ausführung durch verschiedene Regisseure und durch verschiedene Filmdarsteller würde die Unkosten in einer ganz anderen Weise vergrößern als es etwa beim dramatischen Werke wäre.
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Walter Hasenclever

Walter Hasenclever (1890 – 1940)

Sie fordern mich auf, zu der Frage Stellung zu nehmen, ob der Film durch Einschaltung neuer Faktoren an Niveau gewinnen könne. Wenn Ihr ausgezeichneter Vorschlag, den Buchverleger mit der Vermittlung zwischen Autor und Filmunternehmen zu betrauen, praktisch durchgeführt werden soll, so müßte zunächst dafür gesorgt werden, dass eine Filmgenossenschaft geschaffen wird, die ähnlich wie die Bühnengenossenschaft und der Bühnenverein auf gesetzlicher Basis die Haltung der Filmunternehmungen zu beaufsichtigen und das Verhältnis zwischen Filmschauspieler, Filmregisseur und Filmdirektor zu regeln hätte. Besonders das Verhältnis der Filmschauspielerin zu den oberen Instanzen müsste einer eingehenden Revision unterzogen werden. Solange es Generaldirektoren gibt, die dafür, dass sie an vier Telephonen gleichzeitig telephonieren und die Bilanz der Gesellschaft verschleiern, mit einigen hunderttausend Mark im Jahre nicht zu schlecht bezahlt sind, bezweifle ich, dass in den Kreisen der Filmtrusts eine Neigung besteht, Ihren Plänen näherzutreten. Die Autoren, denen es wie immer, so auch hier, an Mut und Initiative fehlt, werden sich weiterhin von den Kommis der Branche belehren lassen, was ein guter und was ein schlechter Film ist. Es wird soweit kommen, dass begüterte Pferdehändler, die im Nebenberuf Filmdirektoren sind, in den Fachzeitschriften ein Preisausschreiben für Filme erlassen, die ihre Mätressen spielen. Sie – die Autoren – zahlen zwar dem Schutzverband Deutscher Schriftsteller ihren jährlichen Beitrag, aber auf diesem gefährlichsten und verbrecherischstem aller Tummelplätze, dem Film, überlässt man sie ruhig den Furien.
Nationalzeitung – 8 Uhr Abendblatt, 24. Juli 1920

PEM: Berliner Erinnerungen – Es war einmal eine Film-Fachpresse…

„Da sagten die Kinder, die Geschichte war fein; nun erzähl uns noch eine, Großmütterlein…“
(Refrain eines Otto Reutter-Chansons)

Eines Tages im Jahre 1933 übernahm Dr. W. Lohmeyer, dem ich für seine ersten Artikel im „Junggesellen“ die Kommas gepumpt hatte, die Chefredaktion des Berliner „Film-Kurier“ und ließ in Fortsetzungen den Roman „Nur nicht weich werden, Susanne“ des „Angriff“-Kritikers und bald „Reichsfilmdramaturgen“ Willi Krause erscheinen. Albert Schneider, der 1933 das „Film Journal“ verließ, schrieb in der „Lichtbildbühne“ unter der Überschrift „Kosmopolitisch ist nicht international“ einen Leitartikel gegen mich, den ich mir aufgehoben habe, weil unsereiner doch erst auf einen Hitler warten muss, um seinen Namen auf der ersten Seite einer Zeitung angegriffen zu finden. „Wer liest schon die B.Z. am Mittag?“ pflegten wir die Schauspieler immer zu trösten, wenn dieses Blatt ihnen eine schlechte Kritik geschrieben hatte; da ich aber zu dieser Zeit schon im Ausland war, konnte mich diese Attacke nur stolz machen.
Erinnerungen verschönen bekanntlich, und die Vergangenheit erscheint uns nur deswegen schöner, weil wir damals eben jünger waren. Das trifft nicht nur auf die alte, sagenumwobene Ufa zu, sondern auch auf die Fachpresse, die man vor 1933 las. Und wenn man eines Tages daran gehen wird, die wirkliche Geschichte des deutschen Films zu schreiben anstatt die jetzt üblichen „Gartenlauben“-Fassungen, wird man auch die vergilbten Jahrgänge des „Film-Kurier“, der „Lichtbildbühne“, des „Reichsfilmblatt“ und all der anderen Blätter durchsehen müssen, um zu sehen, wie sich die Bankrotte und Erfolge von Anno Dazumal wirklich abgespielt haben, und dabei feststellen können, dass manche Filmschaffende von einem Misserfolg den Rest ihrer Tage gut leben konnten.

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Victor Hollaender: Noch einmal: Musik und Film (1920)

Victor Hollaender

Den sehr geschätzten Aufsatz des Herrn Hans Landsberg möchte ich mir gestatten, in einigen Punkten zu ergänzen resp. zu widerlegen.
Es ist nicht zu leugnen, dass eine Originalmusik zu neuen, künstlerischen Filmwerken eine weite Aussicht für schaffende Musiker bietet; ich kann mich ber nicht damit einverstanden erklären, dass die Musik jeden wichtigen Einschnitt, jede Bewegung illustrieren muss. – Der Verfasser, der ja die nächsten Filme der Ufa sinfonisch zu komponieren beabsichtigt, wird in der Praxis sein blaues Wunder erleben.
Ich habe dies bei der komposition der Musik des Sumurun– Films am eigenen Leibe verspürt und bin zu dem Schlusse gelangt, dass die Musik zunächst nur die allgemeine Stimmung des Films untermalen kann; sie kann Stimmungswechsel wiedergeben, darf sich aber keineswegs in details verlieren. Ich möchte nur auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen, die dem Komponisten verhängnisvoll werden können.
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Hans Landsberger: Verfilmte Musik oder musikalischer Film (1920)

Über die Beziehungen von Film und Musik ist so vieles in Fach- und Tagespresse in letzter Zeit geschrieben worden, dass es mir nunmehr an der Zeit zu sein scheint, diese Frage öffentlich einmal vom wissenschaftlichen und künstlerischen Standpunkt zu beleuchten. Berechtigterweise hat man – ich möchte sagen instinktiv – schon seit den Anfängen der Kinematographie dazu gegriffen, zu den Filmvorführungen eine Musik spielen zu lassen. Wenn nämlich die optische Wahrnehmungsfähigkeit des Beschauers vom rein Bildhaften des Photographischen dazu übergegangen ist, sich auf die Bewegung einzustellen, ist es nur natürlich, dass sich im menschlichen Gehirn die Assimilation mit dem akustischen Bewegungsmoment, das durch die Musik dargestellt wird, auf das leichteste und angenehmste vollzieht. Diese Zusammenwirkung wird um so enger sein, wenn besonders erregende Weiterlesen

E.A. Dupont: Filmkritik und Filmreklame II (1919)

Der Filmpresseverband hat zu meinem im Film-Kurier vom 24. August veröffentlichten Artikel „Film-Kritik und Film-Reklame“ in einer Erklärung Stellung genommen, die in der letzten Nummer dieses Blattes wiedergegeben worden ist. Der Inhalt dieser Erklärung muss bei all denen, die nicht zu den Mitgliedern des Filmpresseverbandes gehören, einiges Kopfschütteln erregen. Ich habe in meinen seinerzeitigen Ausführungen eine Reihe von Missständen auf dem Gebiete der Film-Kritik und der Film-Reklame in ausführlichen Einzelheiten, jedoch ohne Namensnennung erörtert. Um festzustellen, welche Fälle im Besonderen gemeint waren, brauchte man wahrhaftig kein Spezialist im Rätselraten zu sein. Die Filmindustrie, die sich in Weiterlesen